Ich bin einfach unappetitlich für Fressfeinde

Erlebnistipp am 13. November 2017

BombinaBombinaJuv Von Christian Fischer CC BY SA 3.0 httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid579022  Ich bin einfach unappetitlich für Fressfeinde

Bauchseite der Unke

BombinaBombinaJuv; Von Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=579022

Ich bin´s wieder, Frieda, das Maskottchen vom Naturpark Fläming.

Im Fläming habe ich viele tierische Freunde getroffen. Jeden Monat stellt sich ein Tier vor – kannst Du es erraten?

Da ich nur etwa 45 bis 53 Millimeter groß werde, bin ich mit die kleinste Unke unter den mitteleuropäischen Froschlurchen.

Besonders auffällig ist mein flacher Kopf mit relativ eng zusammenstehenden Augen. Die Augen haben die typische, herzförmige Pupillenform. Auf der Bauchseite bin ich dunkelgrau bis schwarz gefärbt und habe auffällige orange-rote Flecken. Dieses Zeichnungsmuster ist individuell wie ein Fingerabdruck. Mein Rücken ist hell- bis dunkelgrau und ich habe flache Warzen.

In meiner Haut kommen fünf Typen von Drüsen vor, darunter Gift- und Schleimdrüsen. Im Bereich des Kopfes befinden sich die meisten Drüsen.

Ich lebe in besonnten Gewässern mit vielen verschiedenen Pflanzen, am liebsten in Überschwemmungsbereichen in Talauen und Kleingewässern, auf Äckern und Wiesen.

Ab Mitte März wandern wir von unseren Überwinterungsplätzen zu den Laichgewässern. Im April beginnt das Rufen der Männchen. Ich besitze große Kehlblasen, die beim Rufen sichtbar werden. Für eure Ohren sind meine Rufe durchaus wohlklingend. Da wir Unken wechselwarm sind, unterliegen die Rufe dem Einfluss der Temperatur. Das heißt, wenn es wärmer ist, rufe ich viel öfter. Im Mai/Juni ist für uns die Fortpflanzungszeit. Dann findet im Wasser die Paarung statt.

Die Zerstörung oder Beeinträchtigung von Kleingewässern durch Zuschüttung oder Vermüllung, Dünger und Umweltgifte gefährden uns sehr stark. Besonders während der Wanderungen, etwa vom Winterquartier zum Laichgewässer, erfahren wir häufig Verluste durch den Straßenverkehr.

Zum Glück stehen wir europaweit unter Schutz (nach der FFH-Richtlinie) und gelten als „streng geschützt“ gemäß Bundesnaturschutzgesetz. Streng geschützte Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Außerdem ist es verboten, uns in unseren Lebensräumen zu beunruhigen.

Nun kennst Du mich ziemlich gut.

Ich bin die Rotbauchunke.

 

Ein Beitrag von Naturpark Fläming

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