“Wilde Schleswig-Holsteiner”

Naturparke Neuigkeiten am 18. Juli 2016
Foto VDN Nobse53 940x627 Wilde Schleswig Holsteiner

Foto: VDN/Nobse53

Früher gehörten sie zum Landschaftsbild Schleswig-Holsteins wie das Meer: Wildbunte Blumenwiesen. Nun sind sie eine Seltenheit.

Viele Wildblumen reagieren  empfindlich auf Düngemittel und andere Lebensraumveränderungen. Wo gedüngt wird, setzen sich schnell andere konkurrenzstärkere Pflanzen durch. Das Ergebnis ist ein langweiliges Einheitsgrün und eine Nahrungswüste für Wildtiere.

Das will die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit dem im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderten Projekt „BlütenMeer 2020“ ändern. Bis zum Jahr 2020 will das Projektteam den seltenen heimischen Wildpflanzen wieder ein Zuhause geben. Artenreiche Grün- und Offenlandlebensräume beherbergen in Schleswig-Holstein über 265 Pflanzenarten. Hier brüten zahlreiche Vogelarten, laben sich Bienen und Hummeln an duftenden Blüten und flattern Schmetterlinge auf der Suche nach einem sonnigen Plätzchen zum Verweilen.
Durch gezielte Vermehrung selten gewordener Pflanzenarten sowie die Neuschaffung vieler blumenbunter Wiesen und Weiden sollen diese besonderen Lebensräume und ihre Arten gefördert werden. Auf über 50 Hektar in mehr als 30 Gebieten war man dabei bereits schon erfolgreich.

Zusätzlich soll das Artenspektrum gezielt mit autochthonem, also in der Region entstandenem, Saatgut ergänzt werden. Hier arbeitet die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein u.a. in einem Kooperationsprojekt mit den Naturparken in Schleswig-Holstein zusammen. Gemeinsam stellen sie Saattütchen, mit denen jedermann und jede Frau den „wilden Schleswig-Holsteinern“ wie Teufelsabbiss, Knotiger Braunwurz, Moschusmalve, Scharfer Hahnenfuß & Co. ein neues Zuhause geben kann, gratis zur Verfügung. Diese regionale Saatmischung mit 32 Wildkräutern benötigt nur 1 m² des eigenen Gartens. Von August bis September oder Februar bis Mai kann sie dort bei feuchter Witterung in möglichst magere Erde eingebracht werden. Die Tütchen sind u.a. erhältlich im Naturpark-Haus, Schlossgebiet 9, 24306 Plön, und bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Eschenbrook 4, 24113 Molfsee, E-Mail: [email protected]

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Ein Beitrag von Naturpark Holsteinische Schweiz

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