Erhalt und Förderung Streuobstgebiet

Naturparke Neuigkeiten am 20. März 2017
Streuobstgebiet Torsten Ruf Erhalt und Förderung Streuobstgebiet

Streuobstgebiet (Foto: Torsten Ruf)

Das mit 56 ha größte zusammenhängende Streuobstgebiet im Landkreis Main-Spessart befindet sich am Zollberg nördlich von Langenprozelten. Auf Grund zunehmender Nutzungsaufgaben liegen mittlerweile fast 20  % des Gebiets brach. Auf den Brachflächen stellt sich nach wenigen Jahren eine undurchdringliche Gebüschvegetation ein. Vor allem der nordwestliche Bereich ist mittlerweile durch Verbuschung stark degradiert. Die Obstbäume verschwinden und das Landschaftsbild wird beeinträchtigt. Die lebensraumtypischen Arten verlieren schleichend ihren Lebensraum. Zudem finden hier Wildschweine Deckung und richten Schäden auf dem Grünland an.

In Kooperation zwischen Gebietsbetreuung für Grünland im Naturpark Spessart und dem Landschaftspflegeverband Main-Spessart wird gerade ein Projekt zum Erhalt und Förderung dieser alten Kulturlandschaft umgesetzt.

In der ersten Phase wurden im Februar in der Flurlage Krautelspfad 0,8 ha verbuschte Streuobstfläche von einem Pflegetrupp aus Landwirten unter der Leitung von Peter Reuter erfolgreich gepflegt. Zahlreiche alte Hochstammobstbäume kamen während der Aktion wieder zum Vorschein. Über die nächsten Jahre sollen in angrenzenden Bereichen weitere Pflegemaßnahmen umgesetzt werden.

Für die Anschlussnutzung konnte die Main-Streuobst-Bienen eG mit Sitz in Margetshöchheim gewonnen werden. Die Genossenschaft kümmert sich um die professionelle Baum- und Unterwuchspflege sowie die Verwertung des Obstes. Die übernommenen Flächen werden biologisch bewirtschaftet und die alten Obstsorten zu hochwertigen MainSchmecker-Produkten verarbeitet. Ein Gewinn für Mensch und Natur.

Die Main-Streuobst-Bienen eG sucht im Gebiet weitere Pachtgrundstücke zur Streuobstnutzung. Zur Kontaktaufnahme melden Sie sich bitte bei Krischan Cords, Geschäftsführer der Main-Streuobst-Bienen eG, unter 0931-46862-24 / [email protected]
(Text: Torsten Ruf)

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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