Zufriedene Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung

Naturparke Neuigkeiten am 20. März 2017
JHV Zufriedene Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung in Krombach

Bei der Jahreshauptversammlung des Naturpark Spessart e.V. am 22. März in Krombach waren die knapp 70 anwesenden Mitglieder mit der Arbeit des Vereins sehr zufrieden. Auf die vielfältigen Aktivitäten und auf das breite Aufgabenspektrum des Naturparks verwies der 1. Vorsitzende Landrat Thomas Schiebel bereits in der Begrüßung der Teilnehmer. Gemäß seiner Satzung kümmert sich der Verein nicht nur um die Förderung eines angepassten Tourismus und die Schaffung und Unterhaltung von Freizeit und Erholungsangeboten. Auch Erhalt und Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft, die Umweltbildung sowie eine nachhaltige Regionalentwicklung gehören zu den Aufgabenfeldern des Naturparkvereins und seiner Partner.

Diese Vielfalt zeigte sich auch im Tätigkeitsbericht, den die beiden Geschäftsführer Oliver Kaiser und Julian Bruhn präsentierten. Ein Schwerpunkt ist die Wanderinfrastruktur, die der Naturpark  gemeinsam mit den Ortsgruppen des Spessartbunds und den Kommunen betreut. Dazu gehören mehr als 4.300 Kilometer markierte Wanderwege, 850 Wegweiser und über 120 Wanderinfotafeln. Der Naturpark unterstützte 2016 zudem die Zertifizierung der sieben Räuberlandgemeinden als “Qualitätsregion wanderbares Deutschland“. Derzeit überarbeitet Julian Bruhn gemeinsam mit dem Spessartbund das Wanderwegekonzept im Bereich zwischen Sinn und Saale. Der Rhönclub hat sich hier aus der Markierung von Wegen im Grenzbereich zwischen Rhön und Spessart zurückgezogen, die entstandene Lücke gilt es jetzt zu schließen. Auch neue Schutz- und Infohütten für Wanderer und Spaziergänger sollen ab 2018 errichtet werden, die Mitgliedskommunen des Naturparks hatten hier großen Bedarf gemeldet. Ein Prototyp der Hütten wird dieses Jahr im Rahmen eines Ideenwettbewerbs mit regionalen Berufsschulen gestaltet.

Christian Salomon, Gebietsbetreuer für Grünland stellte im Anschluss Maßnahmen und Projekte aus dem Arbeitsfeld Naturschutz vor. Schwerpunkte sind hier der Erhalt und die Entwicklung von Wiesen und Weiden sowie die gezielte Förderung von stark gefährdeten Arten wie Ameisenbläuling, Orber Wicke oder Arnika. Christian Salomon und sein Kollege Torsten Ruf beraten hier Landwirte und Grundeigentümer, planen und begleiten Pflegemaßnahmen und optimieren in Kooperation mit den Akteuren aus Naturschutz und Landwirtschaft die Bewirtschaftung von Flächen. Zudem sensibilisieren sie die Bevölkerung für die Bedeutung einer extensiven Landwirtschaft für den Natur- und Artenschutz.

Fenchelsalami Zufriedene Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung

Lammsalami mit Fenchelgeschmack

Die kulinarische Seite von Landwirtschaft und Naturschutz präsentierte Oliver Kaiser in Form von Spessart-Lammsalamis, welche die Sitzungsteilnehmer verkosten konnten. Die Salamis werden derzeit vom Verein Grünland Spessart mit Unterstützung des Naturparks und des Regionalmanagements des Landkreises Main-Spessart entwickelt. Die Würste sollen 2017 in den vier Geschmacksrichtungen Chili-Paprika, Walnuss, Waldpilz und Fenchel  auf den Markt gebracht werden. Mit der Vermarktung sollen die regionalen Schäfer und deren Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und Artenvielfalt unterstützt werden.

Das Arbeitsfeld der Umweltbildung wurde von der Naturparkführerin Johanna Leisner und der Biber-Expertin Berit Arendt präsentiert. Vorbildlich ist hier die länderübergreifende Zusammenarbeit mit dem hessischen Naturpark. Die beiden Naturparkverwaltungen geben ein gemeinsames Jahresprogramm heraus, welches von über 100 ehrenamtlichen Naturparkführern gestaltet wird und aktuell mehr als 300 Exkursionen und Führungen umfasst. In den letzten zwei Jahren 2016 konnte der Naturpark zudem ein Biber-Erlebnisprojekt erfolgreich umsetzen. Die Naturparkführerin Berit Arendt hat im Rahmen von mehr als 20 Veranstaltungen Kindern und Erwachsenen das scheue Nagetier näher gebracht.
Weitere Schwerpunkte des Naturparks sind die Entwicklung und Umsetzung von Lehr- und Erlebnispfaden sowie die Betreuung des Naturpark-Infozentrums in Gemünden und des Wassererlebnishauses in Rieneck. Aktuell wird ein interaktiver Streuobsterlebnispfad in Schöllkrippen gestaltet, weitere Erlebnispfade sind in Planung.

Angesichts der erfolgreichen Projektarbeit stimmten die Mitglieder der von Schatzmeister Arno Bernard und Landrat Thomas Schiebel vorgeschlagenen Erhöhung der Mitgliedsumlagen für die 72 Kommunen und drei Landkreise zu. Diese sind einwohnerbasiert und erhöhen sich damit von 19 auf 21 Cent pro Einwohner und Jahr.  Eine Anhebung ist nötig, um 2017 die laufenden Kosten für die Geschäftsstelle, die 3 Festangestellten des Naturparks sowie einige Basisprojekte abdecken zu können. Über die Finanzen des Vereins wird neben Bürgermeister Rudi Stenger (Heimbuchenthal) zukünftig Bürgermeister Christian Holzemer (Frammersbach) wachen. Holzemer wurde von der Mitgliederversammlung zum Nachfolger des Verstorbenen Peter Franz gewählt.

Zum Schluss der Sitzung stand das Thema Nationalpark auf der Tagesordnung. Die Anwesenden waren sich einig, dass der Naturpark von einer möglichen Nationalparkausweisung in allen seinen Arbeitsgebieten betroffen sein wird. Als Institution vereinigt er zudem alle betroffenen Kommunen und Landkreise. Entsprechend sollte sich der Naturparkverein unaufgeregt und fachlich in die Diskussion einbringen, so Landrat Thomas Schiebel. Eine Positionierung pro oder contra Nationalpark sei im Moment nicht sinnvoll, da noch viele Fragen offen seien und zunächst weitere Fakten auf den Tisch müssten. Erst wenn mögliche positive und negative Auswirkungen im Detail abgeschätzt und gegeneinander abgewogen werden könnten, sollte der Verein sich hier positionieren. Dies wird dann in enger Abstimmung mit den Vereinsmitgliedern geschehen, so Schiebel. Das Jahr 2017 bleibt also spannend, mit diesem Ausblick beendete der 1. Vorsitzende eine harmonische Versammlung.

 

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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