Natur des Jahres 2017

Naturparke Neuigkeiten am 16. Oktober 2017
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Spaltenkreuzspinne/ Wikipedia Anevrisme

Die Spaltenkreuzspinne
(Nuctenea umbratica)

Was diese Kreuzspinnenart besonders gut kann, verrät ihr Name: Sie schafft es, sich selbst in kleinsten Rindenspalten und Mauerritzen verstecken zu können. Dies ermöglicht ihre angepasste Körperform – zwar weist ihr Hinterkörper eine stattliche Größe auf, aber er ist breit und flachgedrückt. Und wenn das noch nicht genügt, um sich in einen schmalen Spalt verkriechen zu können, dann bedient sie sich eines einfachen Tricks: Sie spannt ihre Quermuskeln an und macht sich so noch flacher. Die Spaltenkreuzspinne zählt zur Familie der Echten Radnetzspinnen, die allein in Europa 128 Arten unterscheidet. Weltweit gibt es sogar über 3.000 verschiedene Radnetzspinnen!

Foto 3 Spaltenkreuzspinne Paul Marianne Wouters Horemans ARABEL 300x232 Natur des Jahres 2017

Spaltenkreuzspinne/BA Paul u. Marianne Wouters-Horemans (ARABEL)

Die Netze der Spaltenkreuzspinne haben eine imposante Größe und messen teilweise bis zu 70 Zentimeter im Durchmesser. Vorzugsweise wählt sie alte Bäume in lichten Laub- und Mischwäldern aus, um hier in mittlerer Höhe ihr Netz zu bauen. Darüber hinaus findet man sie an Holzschuppen und Hauswänden. Woran man ihre Radnetze gut erkennen kann: Die Narbe ist nicht mittig angelegt, sondern in Richtung Rand verschoben und deutet so auf die Lage ihres Versteckes hin. Hier harrt sie tagsüber in Ruhe aus, um dann mit Einbruch der Dämmerung und nachts im Netz auf Beute zu lauern. Außerdem spannt sie einen sogenannten Signalfaden – dieser verbindet die Netznarbe mit ihrem Versteck.

Die Arachnologische Gesellschaft kürte die Spaltenkreuzspinne zur Spinne des Jahres 2017 aus einem ganz besonderen Grund. Auch wenn Sie in ganz Europa, im westlichen Teil Asiens und Nordafrika zu finden ist und als ungefährdet gilt, so wird mit der Wahl der Spaltenkreuzspinne auf einen bedrohten Lebensraum aufmerksam gemacht: Tot- und Altholz, denn die Spaltenkreuzspinne ist ein ursprünglicher Rindenbewohner. Auch der Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale trägt mit seiner Arbeit zum Schutz dieser Lebensräume bei und sorgt für den Erhalt hier lebender bedrohter Tierarten.

Autor: Susen Reuter

 

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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