Natur des Jahres 2017

Naturparke Neuigkeiten am 13. Dezember 2016
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Wikipedia, BA Bohuš Číčel

Der Waldkauz
(Strix aluco)

Ursprünglich in alten Laub- und Mischwäldern beheimatet, brütet der Waldkauz mittlerweile auch in urbanen Lebensräumen. So findet man ihn durchaus in Scheunen sowie in Parkanlagen und Alleen mit altem Baumbestand. Wichtig ist, dass er ungestört bleibt. Denn hat sich ein Waldkauz einmal für ein Zuhause entschieden, bleibt er hier für den Rest seines Lebens. Ähnlich verhält es sich bei der Partnersuche: Waldkäuze verpaaren sich auf Lebenszeit – sie sind prinzipiell monogam. Nur in Ausnahmefällen, wenn beispielsweise einer von beiden verunglückt oder einem Beutegreifer zum Opfer fällt, wird ein neuer Partner gewählt.

Waldkäuze sind äußerst geschickte Jäger, die in der Dämmerung bzw. nachts aktiv auf Nahrungssuche gehen. Im nahezu lautlosen Flug patrouillieren sie entlang von Waldrändern, Wegen, Wiesen und Feldern. Ihre absolute Lieblingsspeise sind Mäuse, sie erbeuten jedoch auch Maulwürfe, Ratten, junge Kaninchen, gelegentlich kleinere Eulen, Sperlinge, Elstern, Frösche und Kröten, Käfer und Regenwürmer.

Nur einmal pro Jahr haben Waldkäuze Nachwuchs. Im Alter von etwa einem Monat verlassen die noch nicht flugfähigen Jungen das Nest – von da an bezeichnet man sie als Ästlinge, da sie ganz in der Nähe auf Zweigen sitzend verharren. Die Eltern kümmern sich so lange rührend um ihre Jungen, bis sie selbstständig sind. Spätestens zur Herbstbalz ist es vorbei mit der elterlichen Fürsorge. Dann müssen sich die jungen Waldkäuze ein eigenes Zuhause suchen.

Stellvertretend für alle Eulenarten wurde der Waldkauz zum Vogel des Jahres bestimmt, um für den Schutz alter Bäume mit Höhlen aufmerksam zu machen. Viele Gegenden sind von Eulen verlassen – entweder finden sie keine Bruthöhlen mehr oder das Nahrungsangebot ist zu knapp. Der Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale setzt sich für den Erhalt von Alt- und Totholz ein, um die Bestände vorkommender Eulenarten – so auch des Waldkauzes – weiterhin zu stärken.

Autor: Susen Reuter

 

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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