Deutschlands erster Sternenpark – Naturpark Westhavelland

Naturparke Neuigkeiten am 19. Februar 2014

Am 12. Februar 2014 wurde dem Naturpark Westhavelland von der “International Dark Sky Association” (IDA) als erstem Gebiet in Deutschland der Titel “Sternenpark” verliehen. Die Naturparkleiterin Kordula Isermann nahm in Postdam im  Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz im Beisein der Ministerin Frau  Tack vom IDA – Vertreter Christopher Kyba die Ernennungsurkunde entgegen.

Foto: v.l.n.r –  Christopher Kyba, IDA; Ministerin Tack, MUGV; Kordula Isermann, Naturparkleiterin, Jens Aasmann, Amtsdirektor Rhinow

Übergabe potsdam Deutschlands erster Sternenpark   Naturpark Westhavelland

Übergabe der Anerkennungsurkunde an den Naturpark vom IDA Vertreter (MUGV)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend trafen sich die Initiatoren, kommunalen Vertreter und Freunde des Sternenparks noch einmal in Hohennauen im Restaurant Strandgut, um das freudige Ereignis zu feiern.

Foto: v.l.n.r. – J. Aasmann, Kordula Isermann, Dr. Andreas Hänel

Übergabe hohennnauen Deutschlands erster Sternenpark   Naturpark Westhavelland

Präsentation der Anerkennungsurkunde in Hohennauen (Claudia Hesse)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Titel „Sternenpark“ wird an Gebiete vergeben, die einen dunklen Nachthimmel aufweisen, der wenig durch künstliches Licht aufgehellt wird und der das Erlebnis eines gut sichtbaren Sternenhimmels möglich macht. Sternenparks werden ausgewiesen, um den natürlichen Nachthimmel zu bewahren und die Region vor einer weiteren Zunahme der Lichtverschmutzung zu schützen, die weitreichende ökologische Konsequenzen hat.

Initiator der Idee im Naturpark Westhavelland ist Herr Dr. Andreas Hänel, Leiter des Planetariums Osnabrück und der Fachgruppe Dark Sky Deutschland. Mit umfangreichen Messungen wies er nach, dass der Nachthimmel des Naturparks in weiten Teilen die Anforderungen für eine Anerkennung als Sternenpark erfüllt. Und mit seiner Begeisterung über den dunklen, sternenübersäten Himmel im Westhavelland öffnete er bereits vielen Bürgern der Region die Augen für den Schatz vor – bzw. über ihrer Haustür.

Das ehrgeizige Projekt des Naturparks wird von den Kommunen der Region mehrheitlich mitgetragen. Für sie ergibt sich künftig die Verpflichtung, die Beleuchtungsrichtlinie für den Sternenpark  einzuhalten. Das heißt unter anderem, bei Neu- oder Umgestaltung der Straßenbeleuchtungssysteme effiziente und nach oben voll abgeschirmte Leuchten einzusetzen, um so den dunklen Nachthimmel im Naturpark zu erhalten und zu verbessern.

Der Sternenpark umfasst den gesamten Naturpark mit seinen 1.315 Quadratkilometern und ist in Kernzone, Pufferzone und Außenzone unterteilt. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten gibt es in der ca. 40 Quadratkilometer großen Kernzone zwischen Gülpe und Nennhausen.

Trotz der relativen Nähe zur Metropole Berlin sind aufgrund der dünnen Besiedlung die Nächte im Westhavelland so dunkel, dass die Milchstraße mit ihren einzelnen, abertausenden Sternen  erlebt werden kann.

Mit der Anerkennung als Sternenpark wird das Engagement des Naturparks und der Kommunen gewürdigt, dafür zu sorgen, dass künftig verantwortungsvoll und bewusst mit künstlichem Licht zum Schutz der Nacht, der Gesundheit des Menschen und des Lebensraumes nachtaktiver Tiere umgegangen wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Naturparks:

http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.355482.de

Ein Beitrag von Naturpark Westhavelland

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