Neues aus dem Sternenpark

Naturparke Neuigkeiten am 19. November 2014

Seit nunmehr zehn Monaten darf sich der Naturpark mit dem Zusatz „Sternenpark“ schmücken. Doch was passiert denn nun im Sternenpark, wird sich der eine oder andere fragen.

Mit der Verleihung des Titels hat sich ein neues, spannendes Aufgabenfeld für die Naturparkverwaltung und für die Kommunen im Westhavelland eröffnet. Neben der touristischen Entwicklung des Sternenparks verbindet sich mit dieser Anerkennung auch die Verantwortung der Region, das künstliche Licht in den Städten und Gemeinden so effizient einzusetzen, dass kein Licht unnütz in den Himmel abgestrahlt wird und  die vorhandenen Lichtquellen die öffentlichen Bereiche so ausleuchten, dass  Unsicherheiten und Ängste in der Bevölkerung vermieden werden können. Warmweiße bis gelbliche Lichtfarben fördern nicht nur das gesundheitliche Wohlbefinden, sie können auch sparsamer als bisherige Leuchtmittel sein. Höhere Anschaffungskosten für neue, effizientere Leuchtmittel können durch Energieeinsparung unmittelbar amortisiert werden.

Alle Akteure haben auf diesem Gebiet Neuland betreten und in der Praxis zeigt es sich, dass die Aufgabe eine Herausforderung ist. Die Beleuchtungsrichtlinie für den Sternenpark benennt die technischen Vorgaben, die für die Beleuchtung im öffentlichen Bereich einzuhalten sind. Einige Kommunen haben bereits begonnen sie in die Praxis umzusetzen bzw. testen erste LED-Leuchten aus. Die Stadt Rathenow und die Gemeinde Milower Land sind Vorreiter in dieser Entwicklung und  haben mit einer LED-Testbeleuchtung begonnen.

Eine Masterarbeit der Technischen Universität begleitet die Entwicklung in der Gemeinde Milower Land. Inhalt der Arbeit ist die Auslotung von Möglichkeiten für Sternenpark-kompatible Umrüstungen und den damit verbundenen Kostenfragen. Ziel ist es, einen Praxisleitfaden für Kommunen zu erarbeiten. Mit dieser Handlungsrichtlinie  werden, basierend auf den Anforderungen zum Schutz der Nacht, die möglichen Umrüstungen für bestehende Straßenleuchten auf neue Beleuchtungsmittel (LED)  nach verschiedenen Parametern geprüft und abschließend einer Bewertung unterzogen.

In einem Sternenpark sollte es durch die Änderung der Beleuchtungen nicht heller werden als es bisher war. Kommt es dazu, kann der Titel auch wieder aberkannt werden. Der Naturpark muss bereits Ende dieses Jahres einen ersten Bericht bei der International DarkSky Association einreichen und über Aktionen und Maßnahmen im Sternenpark berichten.

Im touristischen Bereich wurden erste Kontakte mit Beherbergungsbetrieben geknüpft. Im Gespräch ist eine Zertifizierung für sternenfreundliche Übernachtungsbetriebe. Im NaturparkZentrum wird es 2015 mehrere astronomische Veranstaltungen geben. Neben dem bereits bewährten WestHavelländer AstroTreff in der Havelgemeinde Gülpe findet am 20. Juni 2015 in Milow eine erst „Nacht der Sterne“ statt, die am Tag der Sommersonnenwende besonders die Sonne in den Fokus rückt.

Der Titel „Sternenpark“ ist eine Chance für die Naturparkregion. Die ersten Schritte sind getan und viele weitere müssen in den nächsten Jahren gegangen werden. Mittlerweile gibt es mit der Eifel und der Rhön weitere Sternenparks in Deutschland. Einige andere Gebiete stehen in den Startlöchern. Für alle ist es ein Anfang, begleitet von vielen offenen Fragen, die durch kreative Ideen noch gelöst werden wollen.

Seit Mai 2014 wird die Naturparkverwaltung dabei vom Förderverein „Sternenpark Westhavelland“ unterstützt, deren Mitgliederzahl stetig wächst. Weitere Informationen zum Förderverein unter: www.sternenpark-westhavelland.eu

 

Ein Beitrag von Naturpark Westhavelland

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