Die wilden Kräuter im Kindergarten

Editorial Archiv, Erlebnistipp am 20. Juli 2015

Wilde Kräuter im Kindergarten? Bei dieser Vorstellung werden die meisten der Eltern einen Schreck bekommen – leider. Dabei ist das Wissen um Wildkräuter von Generation zu Generation immer weniger geworden. Um einem völligen Vergessen vorzubeugen lud der Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Obereschenbach Anfang Juni zu einer Erwachsenenfortbildung ein.

DSC 1013 620x415 Die wilden Kräuter im Kindergarten

Wild und gesund

Wilde Kräuter im Kindergarten? Bei dieser Vorstellung werden die meisten der Eltern einen Schreck bekommen – leider. Dabei ist das Wissen um Wildkräuter von Generation zu Generation immer weniger geworden. Um einem völligen Vergessen vorzubeugen lud der Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Obereschenbach Anfang Juni zu einer Erwachsenenfortbildung ein. Thema war „Wildkräuter“. Ansprechpartner waren die Erzieherinnen im Landkreis Bad Kissingen, da auch von dort die Nachfrage am größten war.

Durchgeführt wurde die Veranstaltung von der neuen Mitarbeiterin Heike Gögelein aus dem „Infozentrum Haus der Schwarzen Berge“ in Oberbach. Nach dem sie elf Jahre im Nationalpark Wattenmeer auf der Insel Juist als Natur- und Umweltpädagogin gearbeitet hat, ist sie jetzt seit Anfang März für die Umweltbildung im Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön für den Landkreis Bad Kissingen zuständig.

Die Aufgabe Wissen zu erhalten und den regionalen und ernährungstechnischen Aspekt zu beleuchten, ist eine Aufgabe des Biosphärenreservates und muss so früh wie möglich angegangen werden. Was liegt da näher als in den Kindergärten anzufangen.

Die vielfältige Pflanzenwelt der Rhön auf ungedüngten oder nicht gespritzten Wiesen bietet ein breites Spektrum an Arten, die in der täglichen Ernährung einen festen Bestandteil werden könnte. Dazu eignen sich vor allem häufig anzutreffende Pflanzenarten wie Spitzwegerich, Breitwegerich, Brennessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Schafgarbe, Gunderman, Giersch und Co.

12 Pflanzenarten konnten auf einer naturbelassenen Wiese ausgemacht werden. Das Wahrnehmen mit allen Sinnen gehört ebenfalls dazu. Der Geruch, z.B. der Minze, ist wichtig um Pflanzen auch wiederzuerkennen und sicher zu bestimmen. Genauso wichtig wie das Wissen um Inhaltsstoffe wie Mineralien und Vitamine, ist das Wissen um die Wirkung auf den Körper. Alle diese Pflanzen spielten bei der Herstellung des Smoothies aus Wildkräutern und der Zubereitung einer Salzmischung mit Wildkräutern eine zentrale Rolle. Die dazugehörigen Naturpädagogikspiele gaben dem Nachmittag einen runden Abschluss.

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