Wie fühlt sich ein Baum an? Naturentdecker-Klassenfahrt ins Biosphärenreservat Rhön

Wie fühlt sich ein Baum an? Welche Tiere leben im Wald? Kinder aus einem städtischen Umfeld haben häufig wenige Naturerfahrungen. Ziel der Kooperation ist es, diesen Kindern den Zugang zur Natur zu ermöglichen und Informationen über die Herkunft und Regionalität von Lebensmitteln sowie eine ausgewogene Ernährung erlebnisorientiert zu vermitteln. Hierfür nehmen die Schülerinnen und Schüler an professionell betreuten Naturentdecker-Klassenfahrten in nahe gelegene Naturparke und Biosphärenreservate teil.

Kaufland feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum und hat zu diesem Anlass dieses Projekt initiiert. Mit einer Spendensumme von 250.000 Euro ermöglicht das Unternehmen zwischen März und Oktober mindestens 50 Schulklassen eine zweitägige Klassenfahrt in einen der über 100 Naturparke in Deutschland.

Die Klasse ist in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach untergebracht und beginnt ihren Ausflug mit einer Ortserkundung, um ihre Umgebung der nächsten beiden Tage kennen zu lernen. Nachmittags geht es dann auf den Erlebnis-Bauernhof Mültner in Nordheim, wo die z.B. Kinder erfahren, dass aus einem Hektar Getreidefeld 20.000 Brötchen werden.

Am Abend steht eine Nachtwanderung zum Sternenpark Rhön auf dem Programm. Noch in der Dämmerung beobachten die Kinder Fledermäuse und hören mit Hilfe eines „Bat-Detektors“ die Laute der Fledermäuse, wenn diese auf Insektenjagd gehen. Den Sternenhimmel lernen sie – da es an diesem Abend leider bewölkt ist – anhand von Leuchtsternen am Boden kennen.

Der „Urwald“ der Kernzone Gangolfsberg ist das Ziel für den zweiten Tag. Allein schon der Aufenthalt im strukturreichen Wald, an der Basaltprismenwand und im Teufelskeller ist ein spannendes Naturerlebnis für die Kinder. Zusätzlich lenken Naturerfahrungsübungen, die Joachim Schneider und Vivian Schubert von der Umweltbildungsstätte Oberelsbach angeleitet werden, die Aufmerksamkeit auf Details des Waldes: Beim Waldmemory müssen die Schülerinnen und Schüler nicht einfach nur Blätter finden, sondern müssen genau die verschiedene Blattformen des Ahorns unterscheiden. Bei einer anderen Übung werden sie mit verbundenen Augen an einen Baum geführt, den sie dann mit den Händen erkunden sollen. Anschließend sollen sie diesen Baum sehend wiederfinden (Bild), was bei den meisten auch funktioniert. So fährt die Schulklasse mit vielfältigen Eindrücken aus der Rhön zurück nach Schweinfurt.

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