Kulturhistorische Begegnungsstätte in Kemberg eröffnet

Knabenschule Kemberg REgionalmanagement 500 620x372 Kulturhistorische Begegnungsstätte in Kemberg eröffnet

Vorher-Nachher-Impressionen der “Alten Knabenschule” (C) Regionalmanagement Dübener Heide

Das fast 500-jährige Gebäude in der Wittenberger Straße 33 in Kemberg (Landkreis Wittenberg) erstrahlt in neuem Glanz. Die „Alte Knabenschule“ wurde aufwendig saniert und kann nun als kulturhistorische Begegnungsstätte in Stadt und Umland wirken.

Die Stadt Kemberg stellte sich den Herausforderungen, einen denkmalgeschützten Renaissancebau mit fast 30-jährigem Leerstand zu sanieren und wieder in Nutzung zu bringen. Dieses aufwendige Vorhaben konnte dank umfangreicher Unterstützung durch Förderungen, Spenden und persönlichem Engagement umgesetzt werden. Am 9. September 2022 war es schließlich soweit: Bürgermeister Torsten Seeling eröffnete die „Alte Knabenschule“ feierlich und übergab sie offiziell an die Vorsitzende des Kultur- und Kunstvereins Kemberg, Heike Beck. Der Verein hatte das Nutzungskonzept erarbeitet, sich bei der Gestaltung der neuen Räumlichkeiten engagiert und wird zukünftig das Haus betreiben.

In den neuen Räumlichkeiten kann man sich nun dauerhaft über ein die Stadtgeschichte veränderndes Ereignis informieren: Die Ausgrabungen „Am Hügel vor der Stadt“ am Burgwall. Diese vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt durchgeführten Ausgrabungen zeigen, dass Kemberg mit 3.000 Jahren fast doppelt so alt ist wie bisher angenommen. Diese Funde und Erkenntnisse sowie weitere archäologische Entdeckungen aus anderen Ortsteilen sind in einem eigenen Ausstellungsraum zu sehen.

Ebenso findet das Stadtmodell „Kemberg im Jahre 1840“ in Teilen einen Platz im Obergeschoss und kann ausführlich studiert werden. Weitere Räume stehen sowohl den kreativen Tätigkeiten der Vereinsmitglieder als auch anderen Gruppen, z. B. aus Kitas und Schulen für Projektarbeiten zur Verfügung. Kurse sowie wechselnde Ausstellungen ortsansässiger Künstler oder zur Heimatgeschichte vervollständigen die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Abgerundet wird das Ganze durch Büro- und Lagerräume.

Bereits im Jahr 2018 bewarb sich die Stadt Kemberg mit dem Projekt „Schaffung einer kulturhistorischen Begegnungsstätte Altes Museum/Knabenschule“ im Rahmen des LEADER-Programms in der Dübener Heide um Fördermittel. Das Projekt wurde im November von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Dübener Heide für die Förderung ausgewählt und im September 2019 von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt bewilligt. Die Gesamtmaßnahme kostete rund 1,8 Millionen Euro, davon kommen fast 1,5 Millionen aus dem EFRE-Topf (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung). Die umfangreichen Baumaßnahmen, die auch den Einbau eines Fahrstuhls umfassten, wurden im April 2022 abgeschlossen. Die anschließende Inneneinrichtung der Räumlichkeiten erfolgte überwiegend mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Wittenberg.

Wer selbst einen Blick in die „Alte Knabenschule“ werfen oder Angebote ausprobieren möchte, kann sich auf der Seite des Vereins informieren: www.kulturundkunst-kemberg.de.

Ein Beitrag von Naturpark Dübener Heide

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