Die fünfte Kunstwanderstation steht: Schmidmühlen

KWST Schmidmühlen 620x371 Die fünfte Kunstwanderstation steht: Schmidmühlen

Vor kurzem wurde die fünfte von acht Kunstwanderstationen im Naturpark Hirschwald fertig gestellt. Sie steht in Schmidmühlen, der südlichsten Naturpark-Gemeinde.

Schmieden und Mühlen – zwei wichtige Gewerbe des Mittelalters bilden den Ortsnamen von Schmidmühlen. Vils und Lauterach fließen hier zusammen. Am linken Lauteracharm befanden sich bis ins 20. Jahrhundert Mühlen, am rechten Arm mehrere Schmieden, die sich zu einem bedeutenden Hammerwerk entwickelten. Heute erinnern neben den beachtlichen baulichen Relikten – das prächtige Hammerschloss, das ehemalige Hammerwerk und ein Wasserrad – auch das Marktwappen mit Hammer und Mühlrad an die große industrielle Vergangenheit.

Die Vils, dieser bedeutende Verkehrs- und Transportweg des Mittelalters, war noch Anfang des 20. Jahrhunderts überregional berühmt als Krebsgewässer. Die unkontrollierte Einleitung von Industrie- und Haushaltsabwässern in den nächsten Jahrzehnten führte schließlich dazu, dass die Vils in den 70er Jahren zu den schmutzigsten Flüssen der Bundesrepublik zählte. Anfang der 90er Jahre wurde der Fluss unterhalb von Amberg in einem Projekt des Bundesministeriums für Forschung und Technologie renaturiert und durch Altarme, Mäander und andere Baumaßnahmen verlängert und „entgradigt“. Zusammen mit dem Bau mehrerer Kläranlagen wurde dadurch die Wasserqualität erheblich verbessert. In den letzten Jahren wurden ebenso die meisten Wehre für Fischwanderungen durchgängig gemacht. In der Vils und ihren seitlichen Zuflüssen finden heute viele interessante Arten eine Heimat, so z. B. der „Baumeister Biber“, das Bachneunauge oder die Libellenarten Grüne Keiljungfer, Gebänderte und Blaue Prachtlibelle. Der Steinkrebs ist zumindest im Oberlauf der Lauterach wieder präsent, wenn er auch unter dem invasiven Signalkrebs zu leiden hat.

Die Kunstwanderstation Schmidmühlen thematisiert die Veränderung. Die Darstellung der Vilsplätte in einem zeitlichen Rahmen verdeutlicht, wie die Region von einer längst vergangenen Ära geprägt wurde und die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Wandels. Die Kunstwanderstation befindet sich auf dem historischen Hafengelände.

Hier können Sie sich einen Beitrag des Fernsehsenders OTV über diese Kunstwanderstation ansehen: http://www.otv.de/schmidmuehlen-kunstwanderweg-im-naturpark-hirschwald-wird-erweitert-149430/

 

Ein Beitrag von Naturpark Hirschwald

Naturpark Hirschwald

Hauptstr. 4
92266 Ensdorf

Telefon

  • +49 (0) 96 24 / 9 02 11 91

Faxnummer

  • +49 (0) 96 24 / 9 22 57 47

Email Adresse

Webseite

» Route auf Google Maps anzeigen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>