Naturpark-Entdeckertag mit den Kindergartenkindern „Die Waldmäuse“ aus Heiden

IMG 6702 kleiner 620x413 Naturpark Entdeckertag mit den Kindergartenkindern „Die Waldmäuse“ aus Heiden

Thema: Steinzeit /Düwelsteene

 

Der Natur-Entdeckertag wurde mit einer musikalischen Gesangsrunde im Holzklotzkreis mitten im Wald begonnen.

Die Entdeckungstour mit den Kindern des Waldkindergartens „Die Waldmäuse“ in Heiden stand unter dem Motto „Die Steinzeit“. Die Tour startete am 26. 09. 2019 gegen 9.30 Uhr vom Gelände des Kindergartens und führte von dort zu den 2,6 km entfernten „Düwelsteenen“, einem jungsteinzeitlichen Großsteingrab der Trichterbecherkultur (etwa 3500–2800 vor Chr.).

Nach einer Frühstückspause im Bereich des am Wege gelegenen „Elfenmooses“ wurde den Kindern anhand vorbereiteter Bildtafeln erläutert, wie schon die frühen Vormenschen einfache Gerätschaften – nämlich Steine und Stöcker –nutzten, um sich gegen Tiere zu wehren oder besser an Nahrung zu gelangen. Das Ganze wurde auch spielerisch umgesetzt, in dem die Kinder in den umliegenden Bäumen aufgehängte (künstliche) Bananen durch lange Holzstäbe „ernten“ konnten oder mit kleineren Stöcken gezielt herabwarfen. Der Gebrauch von Steinen zum Öffnen harter Nüsse wurde an Walnüssen geübt; hierbei ist eine gewisse Geschicklichkeit vonnöten, um die Nüsse nicht völlig zu zermalmen, auch zeigte sich schnell, dass das „Hammer- / Amboss-Prinzip“ (flacher Stein als Unterlage, kleiner harter Stein als Hammer) am wirkungsvollsten ist.

Anhand weiterer Tafeln lernten die Kinder, dass das erworbene Wissen per Anschauung schon früh von den Erwachsenen an die Nachkommen weitergegeben wurde. Auch die Weiterentwicklung der Steingeräte wurde demonstriert (Herstellung scharfkantiger Feuersteinartefakte).

Ein bedeutender Schritt in der Kulturgeschichte der Menschheit war der Übergang vom nomadisch lebenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern und Viehzüchter. Anhand vieler Tierfiguren wurde gezeigt, welche davon nach und nach zu Haustieren wurden (zuerst Hund, dann Schaf, Schwein, Ziege, Rind etc.).

Danach ging es weiter Richtung „Düwelsteene“. Auf dem Weg dorthin wurden die Kinder aufgefordert, an einer bestimmten Stelle geeignete Steine zu suchen, die den großen Steinen des Grabes weitgehend entsprechen sollten (möglichst eine flache Seite).

Aus den von den Kindern aufgesammelten Steinen und mitgebrachten Material wurde von den Teilnehmern die Grabanlage im Kleinen nachgebaut. Als Anschauung diente die vorhandene Informationstafel, so dass die Kinder die einzelnen Arbeitsschritte nachvollziehen konnten wie zum Beispiel der Transport schwerer Steine mit Hilfe von Rundhölzern. Auch für manche der anwesenden Erwachsenen war es überraschend, dass die heute sichtbaren Findlinge, die den Kern der Anlage bildeten, früher komplett von einem Erdhügel ummantelt waren.

Nach Vollendung des Nachbaus des Großsteingrabes „en miniature“ machten sich die Kinder auf Schatzsuche. Einem alten Bericht zufolge sollen die Erbauer der jungsteinzeitlichen Grabanlage nördlich derselben einen Schatz versteckt haben. Und tatsächlich: nach eifriger Suche mit Grabstock und mit bloßen Händen fanden sich im Sandboden eine Reihe von gelochten Rundscheiben aus (edlem) Stein, wie sie einst als Amulette getragen wurden, so dass jedes der Kinder mit einer solchen als Erinnerungsstück an diesen „Steinzeittag“ nach Hause ziehen konnte. Für alle teilnehmenden Kinder, Eltern und ErzieherInnen war der Tag ein voller Erfolg. Frau Fockenberg, Leiterin des Waldkindergartens

„Die Waldmäuse“ bedankte sich bei Herrn Arno Straßmann ganz herzlich für den besonderen Naturerlebnistag. Herr Straßmann, 1. Vorsitzender des Vereins Naturparkführer Hohe Mark e.V., konnte durch seine Fachkenntnis allen Anwesenden viel neues Wissen zu den „Düwelsteenen“, die das Wahrzeichen der Heimatgemeinde der Kinder sind, vermitteln, freute sich Barbara Kraß vom Naturpark Hohe Mark, die den Kontakt zwischen dem Waldkindergarten und dem Verband deutscher Naturparke (VDN) hergestellt hatte. Der Naturpark-Entdeckertag wurde unterstützt durch CosmosDirket und dem Verband deutscher Naturparke (VDN).

 

Hintergrund:

CosmosDirekt unterstützt „Naturpark-Entdeckertage“

Das Unternehmen CosmosDirekt ist neuer Partner des Verbandes Deutscher Naturparke und unterstützt im Rahmen eines Sponsorings über 40 Naturpark-Entdeckertage, die Naturparke in Kooperation mit Schulen oder Kitas in den Winterwochen durchführen. Ziel des Projektes ist es, Kindern den Zugang zur Natur zu ermöglichen und Informationen über die Natur erlebnisorientiert zu vermitteln.

 

Ein Beitrag von Naturpark Hohe Mark

Naturpark Hohe Mark

Hagenwiese 40
46348 Raesfeld

Telefon

  • (+49) 02865 609113

Faxnummer

  • (+49) 02865 609129

Email Adresse

Webseite

» Route auf Google Maps anzeigen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>