Haiger bewirbt sich für den Hessentag

HAIGER Das war deutlich! Mit riesiger Mehrheit – bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen – hat das Haigerer Stadtparlament am Mittwoch (21. Juni) den Magistrat und die Verwaltung damit beauftragt, Bewerbungsunterlagen für einen Hessentag zusammenzustellen. Nach dem klaren Votum aus dem Oktober 2015, als 36 Abgeordnete positiv auf die Hessentags-Idee reagiert hatten, ist nun auch die zweite parlamentarische Hürde genommen. Im Rathaus werden nun die umfangreichen Bewerbungsunterlagen für einen Hessentag zusammengestellt, der nach Angaben von Bürgermeister Mario Schramm frühestens 2021 in Haiger stattfinden könnte. Die Bewerbung soll noch in diesem Jahr in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden abgegeben werden.

c Haiger Hessenstag Haiger bewirbt sich für den Hessentag

(c) Haiger-Hessenstag

„Dieser Beschluss ist ein wichtiger und großer Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Hessentag in Haiger. Mich freut die große Geschlossenheit unseres Parlamentes“, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Bernd Seipel.

Das Projekt-Koordinationsteam mit der kommissarischen Büroleiterin Julia Bastian, Oliver Thielmann (Allgemeine Ordnungsangelegenheiten) und Ralf Triesch (Öffentlichkeitsarbeit) hat bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet. „Nach dem ‚Okay‘ durch die Stadtverordnetenversammlung geht es an die Detailplanung“, erklärte Bürgermeister Schramm.

Bereits im Vorfeld der Stadtverordneten-Sitzung war deutlich geworden, dass die Stadt die von der Hessischen Staatskanzlei geforderten Elemente umsetzen kann. In Haiger gibt es Flächen für Landesausstellung (mindestens 20.000 m²), die Sonderschau „Natur auf der Spur“ (10.000 m²), ein Festzelt (ca.10.000 m²) sowie die Hessentagsstraße, die an die Landesausstellung angebunden werden kann. Auch der Hessentagsumzug wäre organisatorisch zu bewältigen.

Ein Open-Air-Gelände (Hessentagsarena) mit etwa 15.000 m² ist im Gegensatz zu früheren Jahren nicht mehr Bedingung der Staatskanzlei – auch die Nutzung des „Haarwasen“-Stadions als „Arena“ für Konzerte wäre durchaus denkbar. Weitere Veranstaltungen könnten auf den Wiesenflächen entlang der B 277 (zwischen Landesstraße 3044 und Ortsgrenze Allendorf) stattfinden. Die Grundstückseigentümer und –Nutzer haben sich in Gesprächen mit der Verwaltung sehr kooperativ gezeigt.

Ein großer Teil der erforderlichen Parkplätze könnte am „Kratzenberg“ entstehen. Ziel der städtischen Planer ist es, die beiden Behelfsausfahrten der A45 als „Zubringer“ zu den Parkflächen zu nutzen.

Die Landesregierung erteilt ab dem Jahr 2019 zur Durchführung des zehntägigen Landesfestes  einen Zuschuss in Höhe von 8,5 Mio. Euro. 6,5 Millionen Euro sind für Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen. Weitere zwei Millionen Euro für das reine Fest. Die Stadt trägt nach aktuellem Stand ein finanzielles Risiko in Höhe von weiteren zwei Millionen Euro – dieses Risiko kann allerdings durch Eintrittsgelder für Veranstaltungen, Standplatzgebühren für Gewerbetreibende sowie Parkgebühren  minimiert werden. Außerdem ist ein Sponsoring durch heimische Firmen angedacht, die intensiv in die Planungen des Hessentages – dessen Schwerpunkt auch auf dem Thema „Wirtschaft“ liegen wird – einbezogen werden.

Das Stadtparlament hat am 21. Juni auch eine vorläufige Projektliste verabschiedet, die allerdings noch ergänzt oder gekürzt werden kann. Diese umfangreiche, von der Stadtverwaltung zusammengestellte Liste nennt Projekte, die im Zuge des Hessentages umgesetzt werden könnten. Jede einzelne Maßnahme müsste jedoch mit dem Land Hessen abgestimmt und von der Haigerer Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden.

Möglich wären unter anderem Maßnahmen wie die Schaffung eines Freizeitgeländes (z.B. mit Grillplatz, Spielgeräten, Ruhebänken, Teich) im Bereich des Hessentags-Ausstellungsgeländes (Haigerbach), ein Ausbau der touristischen Angebote, die Umnutzung des ehemaligen Bahntunnels Langenaubach / Breitscheid zum Stadtgrenzen überschreitenden Fahrradweg, die Aufwertung des „Eduardsturms“  in Haiger als, die Verbesserung von Bahnhöfen und Bahnhaltestellen in Haiger, Sechshelden, Dillbrecht, Rodenbach und Allendorf (Barrierefreiheit, Attraktivitätssteigerung), der Bau von Kreisverkehrsplätzen in Höhe „Oranier“ (Sechshelden) und „Hachelbach“ (Sechshelden/Haiger) sowie die Sanierung und/oder Erweiterung der Stadthalle (als Tagungs-Zentrum für das obere Dilltal). Auch Projekte in den Stadtteilen – zum Beispiel der Hochwasserschutz in Sechshelden oder die Sanierung der Alten Schmiede Offdilln – wären denkbar.

Ein Beitrag von Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Herborner Str. 1
35080 Bad Endbach

Telefon

  • 0 27 76 / 801-15

Faxnummer

  • 0 27 76 / 801-14

Email Adresse

Webseite

» Route auf Google Maps anzeigen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>