Holderbergschule ist „Naturpark-Schule“

Bad Endbach/Eschenburg, 10.09.2018.

Verleihung Zertifikat Holderbergschule Q Holderbergschule ist „Naturpark Schule“

(c) Lahn-Dill-Bergland_Verleihung_Zertifikat_Holderbergschule_Q

Eine neue Plakette wird ab sofort den Eingangsbereich der Holderbergschule schmücken, denn sie darf sich ab jetzt „Naturpark-Schule“ nennen. Sie ist die erste Naturpark-Schule im Naturpark Lahn-Dill-Bergland, die dieses bundesweite Zertifikat vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) erhält. Die Urkunde und die Plakette wurden heute im Rahmen einer Feierstunde von Landrat Wolfgang Schuster und dem Vorsitzenden der Region Lahn-Dill-Bergland, Herrn Bürgermeister Julian Schweitzer an die Schulleiterin der Holderbergschule, Frau Andrea Rink, überreicht.

Ziel des Projektes ist der Aufbau einer festen, dauerhaften Zusammenarbeit zwischen Naturpark und Schule, deren Rahmenbedingungen in einer Kooperationsvereinbarung festgelegt sind. Die Schulen gewährleisten, Naturpark- und Umweltthemen unter Berücksichtigung des Aspekts „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ regelmäßig im Unterricht zu verankern. Das Zertifikat „Naturpark-Schule“ ist für fünf Jahre gültig und kann dann nach dem fälligen Qualitätscheck entsprechend der VDN-Kriterien erneut vergeben werden.

„Die Zusammenarbeit mit Schulen ist eine wichtige Aufgabe der Naturparke und ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland“ so VDN-Präsident Dr. Michael Arndt. „Das Beispiel der Holderbergschule wird hoffentlich im Naturpark Lahn-Dill-Bergland Schule machen“, betonte der Vorsitzende des Vereins Region Lahn-Dill-Bergland e.V., der Träger des Naturparks Lahn-Dill-Bergland ist. „Wir hoffen, dass auch weitere Schulen in unserem Naturpark erkennen, wie wertvoll das neue Netzwerk der Naturpark-Schulen für alle Beteiligten ist.“

Schulleiterin Andrea Rink ergänzt: „Wir haben uns entschlossen, Naturpark-Schule zu werden, weil wir durch die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Lahn-Dill-Bergland eine Bereicherung unseres Unterrichts erfahren und wir uns wünschen, den Schülerinnen und Schülern auf diese Art und Weise die Natur unserer Heimat mit allen Facetten näher bringen zu können“.

Das Konzept und die Kriterien für eine „Naturpark-Schule“ sind im Projekt „Netzwerk Naturpark-Schulen“ des VDN entstanden. Gefördert wurde das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Naturpark-Schulen bearbeiten in Zusammenarbeit mit den Naturparken wichtige Themen wie Natur und Landschaft, Kultur und Handwerk sowie Land- und Forstwirtschaft. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Regionen, in denen sie leben, noch besser kennenlernen und für die Besonderheiten ihrer Heimat begeistert werden. In dem Projekt werden auch viele außerschulische Partner beteiligt: Naturparkführer/innen, Naturschutzverbände, Forstämter, Handwerker, Landwirte, Künstler, Vereine, Museen und interessierte Privatpersonen. Gemeinsam mit diesen Partnern werden Angebote für die Schulen entwickelt, die an Projekttagen oder beispielsweise in einer Naturpark-Entdecker-AG eingesetzt werden können. Durch aktives Erleben wird jungen Menschen der Kontakt zur Natur ermöglicht und sie werden motiviert, sich für den Schutz der Natur und den Erhalt der Kulturlandschaft einzusetzen.

Dies ist für die Holderbergschüler nichts Neues. Schon seit 3 Jahren sind sie unter der engagierten Leitung von Janine Strycker auf ihrer schuleigenen Streuobstwiese für die Natur im Einsatz. Erst bewirtschaftete man nur die eigene kleine Parzelle des Obst- und Gartenbauvereins Eibelshausen, seit Anfang des Jahres, als sich der Verein  aus Altersgründen auflöste,  pflegt die Schule die gesamte Streuobstwiese.

Was mit einer Idee und motivierten Schülerinnen und Schülern begann, entwickelte sich zu einem Projekt, an dem mehrere Kooperationspartner beteiligt sind, denen allen der Naturschutz und die Erhaltung typischer regionaler Biotope  eine Herzensangelegenheit ist.

So ist die NABU-Ortsgruppe genauso im Boot wie der Imker Arthur Weber, die Schäferin Sarah Pfeifer, der Umweltpädagoge Markus Berns und der Obstbaumpfleger Dieter Karle. Unter seiner Anleitung werden die Bäume im Frühjahr geschnitten, damit die Ernte im Herbst reich ausfällt. Nach der eigenen Ernte erfahren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 7, was man alles aus dem Naturprodukt Apfel machen kann. Sie keltern Saft mit der Mobilen Mosterei, die eigens auf das Schulgelände der Holderbergschule kommt, backen Apfelchips oder Kuchen und kochen Gelee.

Weitere Projekte sind bereits in der Planung. Im kommenden Frühjahr sollen heimische, regionale Apfelsorten veredelt und gepflanzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.lahn-dill-bergland.de/naturpark/naturparkschulen

www.holderbergschule-online.de

www.naturparke.de/naturpark-schulen

Ein Beitrag von Naturpark Lahn-Dill-Bergland

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