Kirchlicher Männerkreis stellt das Christenzeichen am Wegrand auf

c Volker Lommel Heidekreuz am Wegesrand Kirchlicher Männerkreis stellt das Christenzeichen am Wegrand auf

Heidekreuz am Wegesrand © Volker Lommel

Breitscheid. Das treffend so genannte “Heidekreuz” stellte die Evangelische Kirchengemeinde Breitscheid, bei einer Weggabelung neben den wunderbaren Weidekoppeln, auf der „Hub“ auf. Dazu gehört heutzutage viel Mut, in einer Zeit, wo es doch allzu oft heißt: „Das Kreuz muss weg, es stört!“, weiß auch der evangelische Pfarrer Horst Martin Stancke. So war es zunächst in der Westerwaldgemeinde Breitscheid kein leichtes Unterfangen. Der kirchliche Männerkreis musste sich nach allen Seiten absichern. Die Behörden ließen es nach Beratungen zu, da dieses Kreuz in direkter Anlehnung nach einer Legende von dem wortgewaltigen Breitscheider Pfarrers, Heimatdichter und Schriftsteller Fritz Phillipi (gebürtig aus  Wiesbaden) schon längst dorthin gehört und wie man sieht auch passt.

Wie es zu der Idee kam und diese praktisch umgesetzt wurde, lässt sich im Evangelischen Gemeindebrief der Kirchengemeinde Breitscheid-Medenbach, aktuelle Ausgabe, nachlesen. Über diese Holzkreuzaufstellung in freier Natur, soll auch bald über das „Dekanat an der Dill“, in Herborn, information „downloadbar“ sein.

Nach Weihnachten vergangenen Jahres (2016) war die „Heidekreuzaktion“ der Männer Hand in Hand ordentlich fertiggestellt worden. Zum dauerhaften Erhalt, beim sprichwörtlichen Westerwälder Wind und Wetter, wurden die Querbalken mit Kupferblech beschlagen. Ein Schild auf dem davorliegenden Basaltstein gibt dem Wanderer eine knappe Auskunft zum Kreuz. Es erinnert an den geistlichen Heimatdichter und einen seiner hervorragenden Romane: „Das Heidekreuz“.

Passend zum Manifest auf Golgatha durch den Gottessohn Jesus Christus hier zwei Verse aus dem alten Glaubenslied: „Du hast auf diese Erde das Kreuz gestellt“ nach der bekannten Melodie: „So nimm denn meine Hände“

2). Im Kreuz ist tiefer Friede, im Kreuz ist Ruh, da deckt des Lammes Liebe mich gänzlich zu. Im Kreuz bin ich geborgen vor Satans Wut, in allen Erdenstürmen ruht sich´s dort gut.

3). Bald wird sich´s droben zeigen im Lichte klar, wie hier so unentbehrlich das Kreuz uns war. Die ihren Herrn geliebet in Kreuzgestalt, sie schauen dort den König in Lichtgestalt.

 

Internetangabe: Pfarrer Fritz Phillippi Friedrich Heinrich Wilhelm (Fritz) Philippi (* 5. Januar 1869 in Wiesbaden; † 20. Februar 1933 im D-Zug von Freiburg nach Wiesbaden) war ein deutscher Pfarrer und Schriftsteller aus Hessen-Nassau.

 

Kurzer Auszug aus seinem dem Roman: „Das Heidekreuz“ (1921)

Und die Glocken huben an und läuteten Ostern! …da, als ich auf dem Berge stand, wusste ich die große Tat, die wert sei, am Ostermorgen zu erzählen. Denn ich sah das Kreuz vor mir, das mitten auf unserer Heide steht, umwallt von schwarzem Gestein. Es brannte im Licht, dass ich die Hand zu den Augen hob, und verbrannte doch nicht.

Rauh gezimmert aus Eichenbalken ist das Heidekreuz, vom Wetter geschwärzt. Kein blutiger Heiland hängt an ihm. Raben ruhen auf ihm aus vom Flug über die Heide. So einsam steht es.

Am Fuß des Heidekreuzes will ich sitzen und erzählen, was ich vom Heidekreuz weiß und der großen Tat, davon es zu Land und Wolken spricht, zu dem Wind und nachts zu den Sternen.

Ein Beitrag von Naturpark Lahn-Dill-Bergland

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