Der Große Brachvogel

Der größte heimische Watvogel (in etwa Krähengröße) fällt vor allem wegen seines langen, gebogenen Schnabels und seines melodischen Gesangs auf. Europäische Brachvögel überwintern meist im Süden Europas und kehren im Frühjahr zurück in ihre Brutgebiete. Früher waren das vor allem Moore und Feuchtflächen, heute brüten Brachvögel überwiegend in Wiesengebieten. Doch ein erfolgreiches Aufziehen der Brut ist nur dann möglich, wenn die jungen Vögel vor der ersten Wiesenmahd genug Zeit zum Aufwachsen haben. Intensive Nutzung der Wiesen, frühe Mahdtermine, der Verlust von Lebensräumen und geringe Nachwuchszahlen hatten und haben zur Folge, dass die Bestände des Großen Brachvogels stark rückläufig und die Vögel mittlerweile vom Aussterben bedroht sind. Im Norddeutschen Tiefland gibt es noch größere Brutvorkommen und in Bayern verteilen sich die Brutpaare auf einzelne Hotpots. Im Naturschutzgebiet Regentalaue ist der Große Brachvogel noch anzutreffen, der Bestand schwankt zwischen 12-15 Brutpaaren jährlich. Doch nicht nur Lebensraumverluste bedrohen den Fortbestand der Vögel, auch menschliche Störungen verursachen großen Stress für die Tiere. Vor allem auf Hunde (und besonders auf nicht angeleinte Hunde) reagieren sie sehr empfindlich. Aber auch auf Menschen, die abseits der Wege im Naturschutzgebiet unterwegs sind oder während der Brutzeit gesperrte Wege betreten. Stress und letztendlich Flucht der Altvögel können dazu führen, dass Gelege aufgegeben werden und die Brut für das Jahr verloren geht.

Im Naturschutzgebiet und auch ganz allgemein in Gebieten mit Wiesenbrütern (wie z.B. im Chambtal) ist es deshalb besonders wichtig, Rücksicht auf die mittlerweile seltenen Vögel zu nehmen, die Wege nicht zu verlassen und die Hunde stets an der Leine zu führen.

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Ein Beitrag von Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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