Gebietsbetreuer in Bayern

Naturparke Neuigkeiten am 30. Oktober 2013

Wer kennt sie nicht, die Ranger? Im Ausland sind sie in Nationalparken oder Naturparken für die fachkundige Informierung der Besucher zuständig, machen Führungen und Umweltbildung. Ähnliches gibt es auch hier in Bayern, die "Gebietsbetreuer/innen", auch sie stehen Rede und Anwort zum Gebiet, der Flora und Fauna und vielen weiteren Themen in ihren Gebieten.

Die Gebietsbetreuung im Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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Die ersten Gebietsbetreuer wurden im Jahr 2003 in Bayern etabliert, inzwischen ist ihre Zahl auf 35 angewachsen. Ihre Gebiete liegen in Regionen die aufgrund ihrer Naturausstattung und Großräumigkeit wichtige Bausteine im landesweiten Biotopverbund BayernNetz Natur bilden. Zu diesen Gebieten gehören zum Beispiel das Europareservat Unterer Inn, die Weltenburger Enge, die oberer Isar und das Karwendel, der Bodensee mit Hinterland um nur einige zu nennen und dazu gehört auch der Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Alle bayerischen Gebietsbetreuer haben eine naturwissenschaftliche, zum Teil auch pädagogische Fachhochschul- oder Universitätsausbildung in den Bereichen Biologie, Geographie, Forstwirtschaft/-wissenschaft, Agrarwirtschaft, Landschaftspflege und noch einigen mehr. Träger dieser Stellen sind Naturschutzverbände, Naturparke, Vereine oder Kommunen. Die erforderlichen finanziellen Mittel werden vom Europäischen Sozialfonds (ESF), vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Zweckerträgen der GlücksSpirale und von den Trägern vor Ort aufgebracht. Bei ihrer Arbeit werden die Gebietsbetreuer fachlich und organisatorisch von den oberen Naturschutzbehörden an den jeweiligen Bezirksregierungen unterstützt. Ihr Aufgabenfeld umfaßt Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Besucherlenkung, Konfliktlösung/Vermittlung, Dokumentation naturschutzfachlicher Wertigkeiten/Monitoring, Fachliche Beratung  und Unterstützung naturschonender regionaler Tourismus-und Wirtschaftsinitiativen. Doch aufgrund der Eigenart der Gebiete ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte, allen gemein ist aber eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung.

Im Naturpark Oberer Bayerischer Wald teilen sich Caroline Stautner und Anette Lafaire die Aufgabe der Gebietsbetreuung, wobei der Schwerpunkt in der Ökoregion Arrach-Lam-Lohberg liegt mit den Naturschutzgebieten “Arracher Moor” und dem “Kleinen Arbersee”. Bei zahlreichen Führungen, Exkursionen, Projekttagen, Ausstellungen und Vorträgen konnten viele Menschen unterschiedlichster Altersgruppen mit verschiedenen Hintergründen erreicht werden. Zahlreiche Kindergärten und Schulen nehmen das Angebot Führungen zu Lehrplanthemen zu veranstalten sehr gerne an. Hierbei wird der Blick direkt auf die Natur vor der Haustüre gelenkt, wo große und kleine Naturwunder auf die Betrachter warten entdeckt zu werden. Gerade die frühe Begegnung mit der Natur hat nachhaltige Wirkung auf die weiter Achtung und den Umgang mit ihr. Daher werden auch immer wieder Multiplikatoren wie Erzieherinnen, Tagesmütter und Lehrer zu verschiedenen Naturthemen geschult. Bei der Weiterbildung “Natur und Pädagogik” und “Geprüfte/r Natur- und Landschaftspfleger/in” ist die Gebietsbetreuerin seit Jahren eingebunden und hat damit die Möglichkeit nachhaltig für die Natur und die Akzeptanz von Naturschutzprojekten zu werben. Auch für benachteiligte Gruppen, wie körperlich oder geistig Behinderte werden speziell abgestimmte Naturerlebnis-spaziergänge angeboten und sehr gerne angenommen. Jedes Jahr wird ein eigenes Veranstaltungsprogramm für Erwachsene, Kinder und Familien unter Federführung der Gebietsbetreuerin erstellt, so dass ein breites Angebot besteht an dem jeder Interessierte teilnehmen kann. Durch Auftritte in Presse, Funk und Fernsehen werden die Belange, Ziele und auch die Besonderheiten des Gebietes an eine breite Öffentlichkeit vermitteln. Im Moment ist die Fortführung der Gebietsbetreuung in ganz Bayern noch bis Ende März 2015 gesichert, danach müssen sich neue Finanzierungsmöglichkeiten ergeben, um diese Stellen weiter erhalten zu können.

von Gebietsbetreurin Anette Lafaire

 

Die Gebietsbetreuung wird gefördert von Europäischen Sozialfonds ESF, Bayerischen Naturschutzfonds mit Erlösen aus der  Glückspirale

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Ein Beitrag von Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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