„Ab durch die Hecke“ im Frühling 2016

„Ab durch die Hecke“ im Frühling 2016 – Heckenbrüter, Sichtachsen und Welterbe – historisches Erbe einmal anders betrachtet

oder wie es dazu kam, dass ich mit Motorsäge und Co. arbeiten durfte

In der letzten Februarwoche waren mein Kollege Alexander Schafft und ich an verschiedenen Plätzen des Naturparks unterwegs und haben uns um den Rückschnitt der Hecken vor Beginn der Brutzeit gekümmert. Verstärkung erhielten wir unter anderem vom Geschäftsführer des Naturparks, Andreas Wennemann, wie auch vom ehemaligen Bundesfreiwilligen Simon Graffe, welcher seinen Dienst August letzten Jahres abschloss. Zu viert und mit diverser unterstützender Technik wie beispielsweise den oben erwähnten Motorsägen, aber auch Freischneidern und einem Hochentaster machten wir uns daran, die Vegetation am Kastell Zugmantel in Richtung Fahrbahn zurückzuschneiden. Ziel war es, einen besseren Blick auf den Römerturm zu ermöglichen. Des Weiteren soll somit verhindert werden, dass der Platz um das Kastell herum zuwächst.

Die zweite „Baustelle“, die auf uns wartete, war die Rekonstruktion des Rheingauer Gebücks an der Mapper Schanze. Wieder mit Verstärkung durch Herrn Andreas Wennemann. Diesmal nur mit Motorsägen und Hochentaster bewaffnet begannen wir damit, das Gebück zurück zu schneiden. Die Bäume der Hecke sollen weniger nach oben ausschlagen, sondern sich zu einer dichten Hecke mit ca. 2,50m Höhe  verflechten lassen. Historisch war das Gebück eine undurchdringbare „Pflanzenmauer“. Dies wurde dadurch erreicht, dass man die Äste der Bäume miteinander verflocht. Eine pflegeaufwändige Konstruktion die spätestens alle zwei bis drei Jahre einen Pflegeeinsatz erforderte.

Der Grund dafür, dass wir den „Heckenschnitt“ bereits Ende Februar, also fast noch im Winter, durchgeführt haben, ist der, dass ab dem 01. März jeden Jahres Hecken in der freien Landschaft nicht mehr geschnitten werden dürfen, um nistende und brütende Vogelarten nicht zu stören.

Bei dieser Arbeit kam mir zugute, dass ich gegen Ende letzten Jahres einen sogenannten Motorsägen-Führerschein erworben habe, nachdem ich den zugehörigen Unterricht beim Forstamt Bad Schwalbach absolviert hatte. Dieser Schein erlaubt es mir unter anderem, eine Motorsäge zu gebrauchen, vorausgesetzt natürlich, dass ich die nötige Schutzkleidung trage.

Wenn sie also Lust und Laune haben, mal vorbeizuschauen, so kann man sich bei Sonnenschein wunderbar auf einer Wanderung zur Mapper Schanze im Rheingau entspannen, oder aber sie besuchen das Kastell Zugmantel und erkunden den Limeserlebnispfad. Eine weitere Möglichkeit wären die verschiedenen Events des Naturparks Rhein-Taunus, welche auf unserer Homepage zu finden sind.

Christian Kalb, Freiwilliger im ökologischen Bundesfreiwilligendienst des Naturparks Rhein-Taunus

Ein Beitrag von Naturpark Rhein-Taunus

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