Flüssiges Gold aus Memleben – Neue Klosterbewohner spenden süßes Andenken zum Mitnehmen

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Wie einst die Benediktinermönche arbeiten seit kurzem fleißige Bienen im Kloster Memleben. Sie sammeln im Klostergarten und einer speziell angelegten Blühwiese östlich der Klosterkirchen Nektar für den neuen Klosterhonig. Und obwohl die summenden Produzenten erst im Frühjahr 2020 ihr neues Quartier bezogen haben, gibt es bereits die erste Ausbeute.

Marko Ehmer, Imker aus Roßleben, war auf den Klosterhonig gekommen und wandte sich mit seiner Idee an Andrea Knopik, die Leiterin des Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben. „Ich habe mich sehr über die Initiative von Herrn Ehmer gefreut. Die Idee passt sehr gut zu unserer Einrichtung und unserem Konzept.“

Die Imkerei hat in der Familie Ehmer Tradition. Bereits Marko Ehmers Großvater war Imkermeister, der sein Wissen jedoch nicht mehr an seinen Enkel weitergeben konnte. „Neu geweckt wurde das Interesse bei mir, als wir ein altes Erbstück, ein handgeschriebenes Imkerbuch von 1870, restaurieren lassen wollten.“ erzählt der ambitionierte Jungimker. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit der Imkerei und der Teilnahme an einem Honiglehrgang in Weimar und ein Jungimkerlehrgang im Bienengarten Nebra, besitzt Marko Ehmer inzwischen 14 Bienenvölker. Davon bevölkern nun zwei Bienenstöcke die blühenden Bereiche der Memlebender Klosteranlage, die für die fleißigen Sammler etwas erweitert wurde.

Andrea Knopik holte für die Vorbereitungen den Geo-Naturpark Saale-Unsturt-Triasland e.V. mit ins Boot. Nach einer fachlichen Beratung wurde mit Sorgfalt ein sogenanntes Regio-Saatgut ausgewählt, das aus einer Blühmischung regionaltypischer Pflanzen besteht. Damit wirke sich die Ausbringung des Saatguts nicht negativ auf die einheimische Pflanzenwelt aus, so Dr. Matthias Henniger, Leiter des Geo-Naturparks Saale-Unstrut-Triasland. Viele Pflanzen der Blumenmischung wie Rotklee, Sauerampfer und Spitzwegerich sind bereits im Klostergarten zu finden. Blumen, die also schon im Mittelalter bekannt und im Garten der Mönche zu finden waren. Ob diese bereits mit eigenen Bienenvölkern das flüssige Gold produzierten ist naheliegend jedoch nicht belegt. Doch wer heute das Kloster Memleben besucht, kann sich ein Glas Klosterhonig als süßes Andenken mitnehmen.

Der Memlebenener Klosterhonig kann direkt im Kloster Memleben und beim Imker Marko Ehmer erworben werden.

Ein Beitrag von Naturpark Saale-Unstrut-Triasland

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