Kleine Hufeisennasen im Freyburger Stadtpark

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Maßnahmen zur Quartiersicherung erfolgreich abgeschlossen. Der Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland koordinierte die Projektumsetzung.

Bei der Kleinen Hufeisennase handelt es sich um eine wärmeliebende Fledermausart. Ihr Vorkommen in Deutschland konzentriert sich auf das Saale-Unstrut-Gebiet und Thüringen. Notwendig sind ungestörte Quartiere: Im Sommer suchen Hufeisennasen für die Aufzucht der Jungen z.B. Dachstühle auf, zur Überwinterung werden windgeschützte und frostfreie Keller und Höhlen bevorzugt.

Im Hexenkeller bei Freyburg wurden geeignete und ungestörte Überwinterungsmöglichkeiten geschaffen, von denen ab diesem Winter die Kleine Hufeisennase, das Große Mausohr und weitere Fledermausarten profitieren.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes ist die Reduzierung von Beeinträchtigungen in dieser sensiblen Zeit. Störungen der Fledermäuse im Winter können tödlich enden. Um die kalte Jahreszeit zu überstehen, halten Fledermäuse Winterschlaf. Die Körpertemperatur der Tiere wird auf 5°C gesenkt. Erwachen die Tiere, aufgrund von Licht-, Wärme- oder Lärmeinfluss, steigt die Körpertemperatur an und Energie wird verbraucht. Die Energiereserven sind aber notwendig, um im Frühjahr das Quartier verlassen zu können und auf Jagd zu gehen.

Durchgeführte Maßnahmen sind: Einzäunung des Areals und Einbau von Türen zur Quartiersicherung; Anbringen von Hohlblocksteinen, um weitere Versteck- und Hangplätze zu schaffen und der Bau einer Mauer im Eingangsbereich, um das Klima in dem Keller zu differenzieren. Hierdurch finden sowohl kaltüberwinternde Arten im Eingangsbereich geeignete Überwinterungsplätze als auch Arten, wie die kleine Hufeisennase, die eine Temperatur von 7° – 9°C bevorzugen. Letztere finden optimale Bedingungen in den hinteren Bereichen des Kellers.

Die kleine Hufeisennase wird durch das Bundesnaturschutzgesetz und das Europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 geschützt. Durch Lebensraum- und Quartierverluste ist sie vom Aussterben bedroht.

Nicht überall gibt es ausreichende Nahrungsangebote für die etwa 20 in Sachsen-Anhalt vorkommenden Fledermausarten. Vorteilhafte Jagdgebiete bieten die vielfältigen Strukturen der Kulturlandschaft: Streuobstwiesen, Kleingewässer, Auen und Wälder. Auf dem Speiseplan der einheimischen Fledermäuse stehen beispielsweise Insekten (u.a. Mücken und Motten) und Spinnen. Gebäude und Altbäume bieten den Fledermäusen Unterschlupfmöglichkeiten, um die Tage zu verschlafen. Durch Sanierungen, Abriss oder Fällungen im Wald gehen Quartiere verloren.

Unterstützt von der Unteren Naturschutzbehörde BLK, dem Eigentümer Florian Deckert, der Stadt Freyburg und einem Planungsbüro konnte der Geo-Naturpark die Sicherung des Fledermausquartieres im Freyburger Stadtpark umsetzen. Durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wurde die Finanzierung dieses Naturschutzprojektes ermöglicht.

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Kleine Hufeisennase im Winterquartier

Ein Beitrag von Naturpark Saale-Unstrut-Triasland

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