Die Schützenfest-Saison 2017 startet

Wann kommen alle verzogenen Ex-Sauerländer wieder zurück in die Heimat? Und worauf fiebert der allgemeine Sauerländer bereits Monate hin? Klar, auf das Schützenfest – dem Pflichttermin für alle Sauerländer, welches zugleich ein Jahrhunderte altes Brauchtumsfest darstellt.

Einmal im Jahr wird in den sauerländer Dörfern der Ausnahmezustand ausgerufen. Und zwar genau dann, wenn der örtliche Schützenverein zum Volksfest einlädt. Mit viel Engagement schmücken die Schützen schon Tage vor dem Event das komplette Dorf mit Fähnchen und treffen routiniert die Vorbereitungen für das Fest. Eine Bierprobe, um dessen Güte festzustellen darf dabei natürlich nicht fehlen. Denn was wäre eine Feier ohne das Lieblingsgetränk der Sauerländer – das Bier?

Zwar unterscheiden sich die Abläufe und Termine der Festlichkeiten von Ort zu Ort, aber ein Schießwettbewerb auf einen hölzernen Vogel (Vogelschießen) zum Küren des Königs, der große Festumzug des Regenten und dessen Hofstaats durch den Ort  sowie die anschließenden Feierlichkeiten in der Schützenhalle sind allen Schützenfesten gemein. Mit kaltem Bier, Blasmusik, Frühshoppen und Autoskooter wird dann drei Tage ordentlich gefeiert und die dörfliche Ruhe auf den Kopf gestellt.

Wer nun Lust bekommen hat, sich das Spektakel einmal live anzusehen findet hier alle Schützenfest-Termine. In diesem Sinne: Prost!

 

Hintergrund:

Das Schützenfest entstand bereits im Mittelalter, als sich die Städte noch selbst vor Verbrecherbanden schützen mussten. Es wurden Vereine gegründet, die einer Bürgerwehr ähnelten und zur Stadtverteidigung gehörten (der Begriff „Schütze“ kam ursprünglich von „Schutz“, erst später von „Schießen“). Aus den Übungen und Musterungen entwickelte sich dann allmählich ein alljährliches Fest. Auch wenn die Schützenvereine zur Landesverteidigung bedeutungslos wurden, blieb die Tradition im Sauerland doch erhalten.

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