Rezept für eine artenreiche Blühwiese

SNerz Privatgarten 300 Rezept für eine artenreiche Blühwiese

Foto: S. Nerz

Zutaten für kleine Flächen innerorts:

  • ein gutes Stück besonders magere Erde (also mit möglichst wenig Pflanzen-Nährstoffen)
  • Sand
  • pro Quadratmeter 1-2 g Saatgut-Mischung von der heimischen Blumenwiese, erhältlich beim Naturpark Ihres Vertrauens
  • Regen- oder Gießwasser
  • Sonnenschein
  • Geduld
  • Bestäubende Insekten
  • Sense, Balkenmäher oder Fadenmäher (keinen Rasenmäher!)
  • Rechen und Heugabel

Man nehme das besonders magere Stück Erde und befreie es von allem Bewuchs. Sollte die vorliegende Fläche zu nährstoffreich sein, können Sie diese abmagern, indem Sie Sand nach Belieben hinzufügen und einarbeiten.

Mischen Sie die Samen mit Sand in einem kleinen Eimer. Bestreuen Sie die Fläche gleichmäßig mit der Samen/Sandmischung und drücken Sie diese mit einer Gartenwalze fest. Auf kleineren Flächen reicht auch schon mal ein Brett aus.

Sollte in den ersten Wochen der Regen fehlen, keimen die Samen erst später. Wenn Sie wollen, können Sie den Regen durch Gießwasser ersetzen, dann müssen Sie aber auch darauf achten, dass die Fläche ausreichend feucht bleibt. Dabei ist Geduld eine sehr wichtige Zutat, die zum Gelingen des Rezepts beiträgt.

*Freuen Sie sich am Wachsen Ihrer Wiesenpflanzen und laden Sie bestäubende Insekten als Ihre Gäste ein. Zum Zeitpunkt der Mageritenblüte (Anfang/Mitte Juni) nehmen Sie vorzugsweise eine Sense und mähen einen Teil der Wiese. Der Rest wird später gemäht oder darf sogar bis in den Herbst stehen bleiben, damit die Insekten die Chance auf einen geregelten Rückzug vor den todbringenden Klingen haben. Wenn irgend möglich sollte kein Rasenmäher zum Einsatz kommen. Sollten Ihnen die Fähigkeiten, mit einer Sense umzugehen, fehlen, können Sie einen Balkenmäher oder notfalls auch einen Fadenmäher verwenden. Dabei die Schnitthöhe von ca. 10 cm beachten. Lassen Sie das Mahdgut 1 –2 Tage trocknen und räumen Sie es dann mit einem Rechen sorgfältig von der Fläche. Getrocknet ergibt es erstklassiges Heu für die Kaninchen oder andere Heuliebhaber. Eine weitere Mahd ist im September oder Oktober fällig, weitere Pflegemaßnahmen sind nicht notwendig. So lange Sie den Vorgang ab * wiederholen, werden Sie Freude an Ihrer Wiese haben. Für Wiesen gilt dasselbe wie für einen guten Wein: Mit der Zeit werden sie immer besser! Reichen Sie Bilder Ihrer Wiese bei der Geschäftsstelle Naturpark Schönbuch ein. Gutes Gelingen!

Ein Beitrag von Naturpark Schönbuch

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72074 Tübingen

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