„Blühende Gemeinde“ Lautenbach

 

Blühende Gemeinde NEU „Blühende Gemeinde“ Lautenbach

Manfred Kraft (Landesverband Badischer Imker), Sabrina Sutmöller (Gemeinde Lautenbach), Bürgermeister Thomas Krechtler und Lilli Wahli (Naturpark) (v.l.) brachten den Bürgern die Bedeutung von Blühwiesen näher. Foto: Naturpark

 

Blühende Wiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern erfüllen im komplexen Gefüge der Natur auch wichtige Funktionen. Darum fördert der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord seit 2016 das Projekt „Blühender Naturpark“. Dieses wurde nun um das Konzept „Blühende Gemeinde“ erweitert. Als Pilotgemeinde hatte Lautenbach zu einem Info-Abend eingeladen, der zugleich Initialzündung für weitere Schritte war. Seit 2018 sind in der Gemeinde im Ortenaukreis rund 8.800 m² Fläche unter Mitwirkung der Kindergärten und der örtlichen Schule in insektenfreundliche Blühwiesen umgestaltet worden. Dieses bürgerschaftliche Engagement soll nun weiter ausgebaut werden. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass Lautenbach als Pilotgemeinde ausgewählt wurde“, freute sich Bürgermeister Thomas Krechtler.

Bei der Auftaktveranstaltung erfuhren die interessierten Bürger viel Wissenswertes über blühende Wiesen und ihre Bedeutung für die Biodiversität. Denn die Wiesenkräuter sind Heimat einer Vielzahl von Insekten, die nicht nur für die Bestäubung von Obstbäumen immens wichtig sind, sondern auch Vögeln und anderen Kleintieren als Nahrung dienen. Wie Manfred Kraft, Obmann für Bienenweide beim Landesverband Badischer Imker, schilderte, sind rund 50 Prozent der heimischen Wildbienenarten gefährdet. Und da Wildbienen einen deutlich kleineren Flugradius als Honigbienen haben, genügt eine blühende Wiese allein nicht, um den Bestand der Tiere zu sichern, so der Fachmann, der den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord bei dem Projekt begleitet.

Dass Blühwiesen nicht automatisch insektenfreundlich sind, erläuterte Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli. Neben der optimalen Vorbereitung des Bodens komme es auch auf die geeignete Mischung des Saatguts an. Ziel sei es, dank bürgerschaftlichen Engagements immer mehr auch kleinere Flächen zur Verfügung zu stellen und zu pflegen. Auch „Trittsteine“ wie insektenfreundliche Balkone dienen dem übergeordneten Ziel, den Lebensraum von Wildbienen, Schmetterlingen & Co.  zu erweitern. Bürgermeister Krechtler und Sabrina Sutmöller von der Gemeindeverwaltung riefen die Anwesenden dazu auf, auch solche kleine Flächen zur Verfügung zu stellen und sich anderweitig in das Projekt einzubringen. Die Gemeinde will nun die einzelnen Schritte koordinieren, der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord steht mit Rat und Tat zur Seite.

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