Forum Bienenweide erstmals digital

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Jedes Jahr veranstaltet der Naturpark das ‚Forum Bienenweide‘, um über praktische Möglichkeiten des Artenschutzes zu informieren. Fotos: Jochen Denker/Naturpark

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord setzt sich seit fünf Jahren im Rahmen des Projekts „Blühender Naturpark“ für mehr Artenvielfalt und das Anlegen von Wildblumenwiesen in der Region ein. Mehr als 110 Städte, Gemeinden und Unternehmen haben bereits teilgenommen, rund 370 Wildblumenwiesen konnten mit Unterstützung der örtlichen Bauhöfe, Schulklassen, Kindergärten, Vereine und Privatpersonen angelegt werden. Um Partner langfristig zu binden und die zahlreichen Möglichkeiten des Projekts aufzuzeigen, veranstaltet der Naturpark jedes Jahr ein ‚Forum Bienenweide‘. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Fachveranstaltung in diesem Jahr erstmals digital statt – am Dienstag, 23. März, stand die Umwandlung von Grünflächen in artenreiches Grün in innerstädtischen Bereichen im Fokus.

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Als Gastredner für das 4. Forum Bienenweide konnte der Naturpark den Umweltbeauftragten Thomas Lehenherr sowie Stadtgärtner Jens Wehner von der Stadt Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen) gewinnen. Sie stellten den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – darunter viele Mitarbeiter städtischer Bauhöfe und Vertreter von Naturschutzverbänden – das erfolgreiche Biodiversitätskonzept der Stadt vor. So bestanden die Grünflächen im Innen- und Außenbereich von Bad Saulgau einst aus wenigen nicht standortgerechten Arten. Freiräume luden nicht zum Verweilen ein, die Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren war gering. Mit der Einsetzung eines Umweltbeauftragten begann vor rund 30 Jahren der Wandel: Ziel war es, städtische Grünanlagen in nachhaltige und artenreiche Räume mit einer standortgerechten Bepflanzung umzuwandeln. Heimische Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen sollten von einer höheren Biodiversität profitieren. „Das ist ein erfolgreiches Konzept, das auch für den Schwarzwald viele Möglichkeiten aufzeigt. Ich freue mich sehr, dass das Interesse an diesem Erfahrungsaustausch so groß ist“, erklärte Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli.

Was der Artenrückgang der Insekten für den Menschen bedeutet, beleuchtete Manfred Kraft, Obmann für Bienenweide beim Landesverband Badischer Imker. So sind zahlreiche Insekten, darunter Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge, auf ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot angewiesen. Wichtigste Grundlage dafür sind artenreiche Wildblumenwiesen. Diese verschwinden jedoch zunehmend – auch im mittleren und nördlichen Schwarzwald. „Von der optischen und ökologischen Aufwertung von Flächen profitieren nicht nur unsere heimischen Tiere und Pflanzen, sondern auch die Kommunen. Das Stadtbild wird aufgewertet und die Aufenthaltsqualität für Einheimische und Gäste verbessert“, zeigte sich Wahli überzeugt. Die Frühlingsaussaat im Rahmen des Projekts Blühender Naturpark läuft bereits, interessierte Kommunen können sich aber bereits jetzt für die Herbstaussaat anmelden. Weitere Informationen finden Interessierte unter:

www.naturparkschwarzwald.de

Ein Beitrag von Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord

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