Fünf Naturpark-Schulen innerhalb von vier Wochen ausgezeichnet

2022 05 20 Auszeichnung Naturpark Schulen Zell a. H. Nr. 2 Fünf Naturpark Schulen innerhalb von vier Wochen ausgezeichnet

Auf Plakaten stellten die Kinder die Naturpark-Projekte ihrer Schulen vor und zeigten, was sie gebastelt haben. Foto: Gundi Woll/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

 

Es ist ein Rekord für den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord: Gleich drei Schulen hat der Naturpark am 20. Mai in Zell am Harmersbach (Ortenaukreis) zu Naturpark-Schulen ausgezeichnet: das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SSBZ) Lernen Zell, das Bildungszentrum Ritter von Buß und die Grundschule Unterharmersbach. Die Kooperationsvereinbarung hatten sie – gemeinsam mit der Brandenkopf-Schule Oberharmersbach, die ebenfalls in diesem Jahr zertifiziert wird – am 7. Februar unterzeichnet.

Dass gleich drei Schulen einer Kommune auf einmal zu Naturpark-Schulen werden, ist einzigartig. „Wir wollten gleich Nägel mit Köpfen machen“, sagte der Bürgermeister der Stadt Zell am Harmersbach, Günter Pfundstein. „Die Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ganz besonders wichtig für die Zukunft unserer Region und der Menschen, die hier aufwachsen und leben. Je früher wir damit beginnen, desto besser.“

Insgesamt gibt es nun 17 Naturpark-Schulen im nördlichen und mittleren Schwarzwald.

 

2022 04 29 Hornberg bekommt eine Naturpark Schule Nr. 1 Fünf Naturpark Schulen innerhalb von vier Wochen ausgezeichnet

Siegfried Scheffold (Bürgermeister von Hornberg), Manuela Riedling (Projektmanagerin Naturpark-Schulen beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord), Marion Gentges (Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Lahr/Kinzigtal und Landesministerin für Justiz und Migration), Anja Strittmatter (Schulleiterin der Wilhelm-Hausensteinschule in Hornberg), Sandra Boser (Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Lahr/Kinzigtal und Staatssekretärin im Landesministerium für Kultus, Jugend und Sport), Karl-Heinz Dunker (Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord), Sabine Held-Erhardt (Schulrätin beim Schulamt Offenburg) (v. r.) mit Naturpark-Schulen-Urkunde und Plakette bei der Auszeichnungsfeier. Foto: Gundi Woll/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

 

Landesjustizministerien besucht die Auszeichnungsfeier in Hornberg

Wie wird aus dem Apfel Saft? Wie feiern die Menschen im Kinzigtal Fastnacht? Und wer steckt eigentlich unter den Narrenkostümen? Welche Pilze darf ich essen? Und für was wird das Holz aus den heimischen Wäldern genutzt? Auf einem Bauernhof, mit Narren, beim Färben von Wolle mit Pilzen und bei einer Wanderung kommen die Kinder der Wilhelm-Hausenstein-Schule in der Stadt Hornberg (Ortenaukreis) den Antworten auf die Spur.

In vier Unterrichtsmodulen hat die Grundschule die Voraussetzungen erfüllt, um vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) zur Naturpark-Schule zertifiziert zu werden. Am 29. April überreichte Siegfried Scheffold, Stellvertretender Naturpark-Vorsitzender und Bürgermeister der Stadt Hornberg, gemeinsam mit der Landesministerin für Justiz und Migration, Marion Gentges, und der Staatssekretärin im Landesministerium für Kultus, Jugend und Sport, Sandra Boser, die offizielle Urkunde und eine Plakette mit dem Schriftzug „Naturpark-Schule“ an die Schulleiterin der Wilhelm-Hausenstein-Schule, Anja Strittmatter. Gentges (CDU) und Boser (Bündnis 90/Die Grünen) sind Abgeordnete für den Wahlkreis Lahr/Kinzigtal im baden-württembergischen Landtag.

„Die Naturpark-Schulen sind eine tolle Sache und für uns ein Grund zur Freude“, sagte Scheffold. „Einer der Pluspunkte einer Naturpark-Schule ist, dass den Kindern neben moderner Heimatkunde auch die Bedeutung der Vielfalt vermittelt wird“, sagte die Ministerin. „Das reicht von der Vielfalt in der Natur und in der Kultur bis zur Vielfalt in der Gesellschaft.“ Staatssekretärin Sandra Boser sagte: „Wir begrüßen jede Initiative, die Kindern ihre Region näherbringt und dabei schon früh wichtiges Wissen in ihnen verankert.“ Besonders wichtig war der Wolfacherin der Heimatbezug: „Die Bildungsprojekte des Naturparks arbeiten dem Trend entgegen, dass sich Kinder von der Natur, von der Landwirtschaft und von ihren Wurzeln entfernen.“

 

2022 05 06 Naturpark Schule Forbach Nr. 2 Fünf Naturpark Schulen innerhalb von vier Wochen ausgezeichnet

Bei einem der Naturpark-Projekte hatten die Kinder Unterricht in einem Ziegenstall. Was eine Ziege alles braucht, um gesund zu bleiben, erklärten den Erstklässlern der Klingenbachschule in Forbach die Ziegenfreunde Bermersbach.
Foto: Gundi Woll/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

 

Auch Forbach hat nun eine Naturpark-Schule

Warum sind Ziegen so wichtig für die Schwarzwälder Kulturlandschaft? Wie funktioniert das Ökosystem Wald? Wer lebt im Bach und welche geheimnisvollen Geschichten gibt es über das Murgtal? Bei einer Schatzsuche, bei Experimenten, auf einer Wanderung und beim Basteln kommen die Kinder der Klingenbachschule in der Gemeinde Forbach (Landkreis Rastatt) den Antworten auf die Spur.

In vier Unterrichtsmodulen hat die Grundschule die Voraussetzungen erfüllt, um vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) zur Naturpark-Schule zertifiziert zu werden. Am 6. Mai überreichte Dr. Christian Dusch, frisch gewählter Naturpark-Vorsitzender und Landrat des Landkreises Rastatt, die offizielle Urkunde und eine Plakette mit dem Schriftzug „Naturpark-Schule“ an den Schulleiter der Klingenbachschule, Helge Rieger.

„Ich bin beeindruckt, was die Kinder aus den Modulen mitgenommen haben. So schaffen wir ein Bewusstsein für unsere Natur, Kultur und die Bedeutung von Nachhaltigkeit“, sagte Dusch. Auch die Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Rastatt Dr. Alexander Becker (CDU), Jonas Weber (SPD) und Thomas Hentschel (Bündnis 90/Die Grünen) waren bei der Auszeichnungsfeier der Klingenbachschule dabei, um sich über das Konzept der Naturpark-Schulen zu informieren.

Anzahl der Naturpark-Schulen wächst rasant

Naturpark-Schulen gibt es im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord seit 2015. Am Ende des Jahres wird es 20 Naturpark-Schulen im nördlichen und mittleren Schwarzwald geben. „Die Anzahl der Naturpark-Schulen wächst besonders in diesem Jahr rasant an. Das zeigt, dass die Schulen in der Region unser Bildungskonzept schätzen und wir mit den Themen Natur, Kultur und Nachhaltigkeit den Nerv der Zeit treffen“, sagte der Naturpark-Geschäftsführer, Karl-Heinz Dunker, bei der Feier in Zell am Harmersbach. „Die Naturpark-Schulen und die Naturpark-Kindergärten sind Vorzeigeprojekte und dienen als Vorbild für andere Naturparke.“

 Hintergrund: Das Konzept der Naturpark-Schulen

Kennzeichnend für eine Naturpark-Schule ist eine dauerhafte und intensive Zusammenarbeit zwischen dem Naturpark und den Schulen. Das Konzept ist als Schulentwicklungsprogramm angelegt und trägt zur Profilschärfung der Schule bei. In Form “moderner Heimatkunde” werden die Schülerinnen und Schüler für die Besonderheiten ihrer lokalen und regionalen Umgebung sensibilisiert und die Themen Natur und Kultur in der Schule nachhaltig verankert.

Gemäß dem Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden den Kindern dabei Gestaltungskompetenzen vermittelt. So können sie ihre Zukunft im Naturpark aktiv und eigenverantwortlich mitgestalten. Zentrales Anliegen ist es, den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Perspektiven auf lokale Themen wie Landschaft, Land- und Forstwirtschaft, Kultur, Brauchtum und Handwerk zu geben. Experten aus der Region wie etwa Förster, Landwirte, Imker, Kräuterpädagogen, Vereine oder Privatpersonen bringen ihre Erfahrungen und ihr Wissen in den Unterricht ein und arbeiten eng mit den Lehrkräften zusammen.

Ein Beitrag von Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord

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