Gemeinsam für eine blühende Vielfalt

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Minister Peter Hauk und Landrätin Marion Dammann erläuterten im Gespräch mit Pressevertretern die Hintergründe des Projekts „Blühende Naturparke“. Fotos: Jochen Denker

Im Rahmen des „Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ unterstützt das Land Baden-Württemberg seit 2018 das Projekt „Blühende Naturparke“, in dem sich alle sieben Naturparke Baden-Württembergs aktiv für Maßnahmen gegen das Insektensterben einsetzen. Langfristiges Ziel ist es, den Artenreichtum insbesondere in den vom Menschen genutzten Kulturlandschaften zu stärken.

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Rund 120 Gäste informierten sich in Bühlertal über Möglichkeiten, den Artenreichtum insbesondere in den vom Menschen genutzten Kulturlandschaften zu stärken.

Bei der Fachtagung in Bühlertal unterstrich Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, in seiner Ansprache, dass man nur gemeinsam Wege finden könne, um die Biodiversität in Baden-Württemberg zu erhalten und dass er vor diesem Hintergrund die Tagung sehr schätze. Der Minister verwies beispielhaft auf das Projekt ‚Blühende Naturparke‘. „Es zeigt, was Städte, Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen für die Insektenvielfalt im Land tun können. Auch das Land Baden-Württemberg ist sich seiner Verantwortung für die biologische Vielfalt bewusst. Dies wird auch darin deutlich, dass wir Ende 2017 das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt ins Leben gerufen haben. Die hier verwirklichten Projekte dienen auch als Impulsgeber, das heißt als Anstoß für Maßnahmen, die wir langfristig in die Verstetigung überführen müssen“, sagte der Minister vor rund 120 Zuhörern im Haus des Gastes in Bühlertal.

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Am Nachmittag wurde in Gruppen diskutiert, auf welche Weise Akteure aus ganz verschiedenen Bereichen Baden-Württemberg erblühen lassen können.

Das Projekt „Blühende Naturparke“ wird aus dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt aus dem Bereich des Ministeriums Ländlicher Raum und Verbraucherschutz mit rund 368.000 Euro gefördert. Projektstart war im Frühjahr 2018 – seitdem wurden insgesamt 410.904 Quadratmeter Fläche mit gebietsheimischem Saatgut eingesät. Mehr als 200 Projektteilnehmer betreuen rund 630 Flächen. „Ziel der Naturparke ist es, das Netz ökologisch wertvoller Blühflächen in unseren Regionen auszuweiten und neue Lebensräume für Insekten zu schaffen. Besonders wichtig dabei ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, um mehr Verständnis für die Bedeutung der blütenbesuchenden Insekten zu wecken“, erklärte Landrätin Marion Dammann, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Naturparke Baden-Württemberg und Vorsitzende des Naturparks Südschwarzwald.

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Einer von vielen Lösungsansätzen: Baden-Württemberg erblüht, wenn sich alle gemeinsam für die Artenvielfalt begeistern.

„Eine Brücke zwischen den verschiedenen Akteuren im Bereich des Insektenschutzes bauen“ lautete folglich auch das inoffizielle Motto der ganztägigen Fachtagung. Während am Vormittag entscheidende Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Naturschutz, Landwirtschaft, Verwaltung und Medien über konkrete Maßnahmen für mehr Biodiversität, Reaktionen der Bevölkerung vor Ort und professionelle Kommuniaktion im Artenschutz referierten, ging es am Nachmittag in Themengruppen um Hindernisse und Herausforderungen und wie diese gemeinsam bewältigt werden können. Moderiert wurde dieser interdisziplinäre Austausch von der Agentur suedlicht aus Freiburg.

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Auch Hindernisse und Herausforderungen auf dem Weg zu mehr nachhaltigen Blühflächen im Land wurden bei der Tagung „Blühende Vielfalt“ in Bühlertal besprochen.

Karl-Heinz Dunker, Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und Gastgeber der Fachtagung, freute sich über die durchweg positive Resonanz seitens der Tagungsteilnehmer. „Die vielen Rückmeldungen und Gespräche haben gezeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen diesen konsequent weitergehen. Im Interesse einer nachhaltigen Etablierung der Projektziele in den Naturparken sollte das Projekt daher fortgeführt und weiterentwickelt werden“, sagte Dunker. Bei der Weiterentwicklung des Projekts „Blühende Naturparke“ könnten beispielsweise die Fortbildung zur extensiven Pflege, Staudenpflanzungen und Umweltbildung im Vordergrund stehen. Die Umsetzung des Projektes ist bislang stark abhängig vom zentralen Projektmanagement ‚Blühende Naturparke‘. Diese Koordinierungsstelle sei sinnvoll und solle weitergeführt werden, so Dunker. Zusätzlich müssten in den einzelnen Naturpark-Geschäftsstellen jedoch weitere Projektstellen geschaffen werden, um sowohl die Flächenanlage als auch den Bildungsauftrag nachhaltig erfüllen zu können. Hierfür seien entsprechende finanzielle Ressourcen notwendig.

Ein Beitrag von Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord

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