Korn für Naturpark-Laib geerntet

 

 

2021 07 23 Naturpar Brot Getreideernte1 Korn für Naturpark Laib geerntet

Christina Cammerer (Fachbereichsleitung Naturpark), Ulrich Müller (Marktscheune Berghaupten), Landwirt Robert Schwendemann und Bäckermeister Bernhard Waidele (v.l.) begutachteten das Getreide direkt am Feldrand. Foto: Naturpark

 

Regional erzeugtes, ohne Pflanzenschutzmittel angebautes Getreide ist der Hauptbestandteil des kernigen Naturpark-Brotes, das seit 2020 das Angebot heimischer Lebensmittel erweitert. „Ein Laib Naturpark“ heißt das Projekt des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, bei dem Landwirte, Bäcker und Müller aus der Naturparkkulisse eng zusammenarbeiten und einen Beitrag zum Erhalt und Schutz der Natur- und Kulturlandschaft Schwarzwald leisten. Beim Vor-Ort-Termin in Biberach (Ortenaukreis) gewährten Landwirt Robert Schwendemann und weitere Beteiligte anlässlich der Ernte von Dinkel und Weizen Einblicke in Anbau und Verarbeitung des Getreides sowie die Vermarktung des Naturpark-Laibs.

„Obwohl das Wetter in diesem Jahr nicht optimal war, haben sich die Getreidefelder gut entwickelt“, zeigte sich Schwendemann zufrieden. Nachdem er im Vorjahr je einen Hektar Weizen und Dinkel für das Naturpark-Brot angebaut hatte, waren es diesmal rund vier Hektar Weizen und zwei Hektar Dinkel. Die Saat wird im September ausgebracht, im Winter wird dann das Feld „gestriegelt“, also mithilfe eines speziellen Geräts von Unkraut befreit. „Dass wir auf Pflanzenschutzmittel verzichten und das Unkraut maschinell entfernen, bedeutet zwar einen Mehraufwand für uns. Zu wissen, dass wir damit den Boden schonen und einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, macht das aber wieder wett“, sprach Schwendemann auch für die beiden anderen beteiligten Landwirte. Auch Bäckermeister Bernhard Waidele, Inhaber der gleichnamigen Bäckerei in Hausach, gewährte am Feldrand Einblicke in seine Arbeit. Etwa, dass ein Quadratmeter Getreide ein Brot ergebe. Oder dass Dinkel einen höheren Nährwert habe als Weizen und dass es Sorten gebe, die mit Weizen gekreuzt seien. „Dieser hier ist aber rein“, betonte er.

Neben Dinkel und Weizen werden auch Roggen oder Urgetreidesorten wie Emmer, Einkorn oder Lichtkornroggen im Naturpark-Laib verarbeitet. Auf rund 14 Hektar Fläche wurde in diesem Jahr Getreide für das besondere Brot angebaut. Das geerntete Korn wird auf direktem Weg zur Zeller Mühle gebracht, wo es zu verschiedenen Mehltypen gemahlen wird. Von dort gelangt es dann in die beteiligten Bäckereien, allesamt traditionell arbeitende Handwerksbetriebe. „Wir verwenden keinerlei Zusatzstoffe bei der Herstellung des Brotes“, betonte Bäckermeister Waidele. „Auch den Sauerteig setzen wir selbst an.“ Und Ulrich Müller, Inhaber der Naturpark-Marktscheune Berghaupten, ergänzte: „Die langen Gehzeiten machen das Brot besonders bekömmlich.“

Doch nicht nur Leib und Gaumen der Konsumenten profitieren vom Naturpark-Laib. „Uns geht es um die Stärkung regionaler Partnerschaften und Wertschöpfungsketten“, so Christina Cammerer, Fachbereichsleiterin Regionalentwicklung und Regionalvermarktung des Naturparks. „Dadurch werden etwa Transportwege kurzgehalten und damit wird auch das Klima geschont. Außerdem wollen wir faire Preise erreichen sowie den Wert der Lebensmittel und ihrer Produktion in den Fokus rücken.“ Und das Netzwerk wächst:  Mit der neuen Ernte steigen weitere Bäckereien ein. Am Projekt interessierte Bäcker können sich beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord melden.

Naturpark Schwarzwald

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