Masterplan Kaltenbronn vorgestellt

KB Masterplan Kaltenbronn vorgestellt

Es ist eines der Top-Ausflugsziele im Naturpark: das Höhengebiet Kaltenbronn zwischen den Städten Gernsbach und Bad Wildbad sowie der Gemeinde Enzklösterle. Rund 400.000 Wanderer, Skifahrer und Ausflügler machen sich pro Jahr auf den Weg, um die wilde, unberührte Landschaft mit ihrem einzigartigen Hochmoor zu entdecken und die Natur zu genießen. Wie die Zukunft auf dem Kaltenbronn aussehen könnte, wurde im Rahmen eines Pressetermins deutlich.

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Stellten die Ergebnisse des Weiterentwicklungskonzeptes „Masterplan Kaltenbronn“ vor (von links): Thomas Lachnicht, Hauptamtsleiter Stadt Gernsbach, Kristina Schreier, Leiterin Infozentrum Kaltenbronn, Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker, Naturpark-Vorsitzender und Bürgermeister von Bad Wildbad Klaus Mack sowie Gernsbachs Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbands Infozentrum Kaltenbronn Julian Christ. Foto: Denker/Naturpark

Julian Christ, Gernsbacher Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbands Infozentrum Kaltenbronn, sowie Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad und Vorsitzender des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, stellten im Auerhahn-Pavillon die Ergebnisse des „Masterplans Kaltenbronn“ vor. Das Anfang 2019 in Auftrag gegebene Weiterentwicklungskonzept schlägt zahlreiche Maßnahmen vor, die in den kommenden Jahren die Attraktivität des Standorts steigern sollen. Kernpunkt des Konzepts ist der Neubau eines Naturpark-Hauses als Weiterentwicklung des bisherigen Infozentrums Kaltenbronn. Neben einer Ausstellung mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Klimaschutz sieht der Neubau einen Naturpark-Shop mit regionalen Produkten vor. Darüber hinaus soll der Kaltenbronn als Natur-Erlebnisraum weiterentwickelt werden, beispielsweise mit einer Aussichtsplattform ins Moor. Neben den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit soll im Außenbereich auch das Thema Inklusion eine große Rolle spielen. Aktivangebote im Außenbereich, ein Ausbau des gastronomischen Angebots sowie Outdoor-Übernachtungsmöglichkeiten sind ebenfalls denkbar. Besonderes Augenmerk soll auf das Thema nachhaltige Mobilität gelegt werden.

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Infozentrum Kaltenbronn im Winter.

„Wir müssen den Natur-Erlebnisraum Kaltenbronn besser in Szene setzen und neue Besucher- und Mobilitätskonzepte entwickeln. Alle Maßnahmen müssen dabei naturverträglich, nachhaltig und klimaneutral sein“, unterstrich Klaus Mack die Herausforderung an zukünftige Projekte. Die Errichtung eines Naturpark-Hauses und der Ausbau der Infrastruktur seien entscheidend, um die Angebote auf dem Kaltenbronn zu bündeln und weitere Maßnahmen zu koordinieren. Auch Julian Christ hob die besondere Bedeutung des Standortes hervor. „Die Besucher sind bereits da – wir müssen sie besser lenken und neue Angebote schaffen“, so Christ. Zu diesem Zweck plane die Stadt die Aufstellung eines Bebauungsplanes, der mehr Entwicklung als bisher zulasse und gerade die touristische Infrastruktur stärke.

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Rund 400.000 Wanderer, Skifahrer und Ausflügler machen sich pro Jahr auf den Weg, um die wilde, unberührte Landschaft mit ihrem einzigartigen Hochmoor zu entdecken und die Natur zu genießen.

Dabei hatte der Gernsbacher Bürgermeister und Vorsitzende des Zweckverbands Kaltenbronn auch die rückläufigen Besucherzahlen des Infozentrums im Blick, das von einem kommunalen Zweckverband bestehend aus den Kommunen Bad Wildbad, Enzklösterle, Gernsbach und den Landkreisen Rastatt und Calw getragen wird. Die dortige Dauerausstellung ist bereits zwölf Jahre alt, das denkmalgeschützte ehemalige Forsthaus baulich schwer erweiterbar. Der Masterplan Kaltenbronn wurde im Rahmen von zwei Workshops erarbeitet, an denen Vertreter der entscheidenden Behörden, des Zweckverbands und des Infozentrums beteiligt waren. Finanziert wurde die Erstellung des Masterplans mit Landesmitteln auf Initiative der CDU-Landtagsfraktion (30.000 Euro). Bis zum Jahresende will der Naturpark beim Land Baden-Württemberg die Einrichtung einer Projektleiterstelle beantragen – die Kosten hierfür betragen 200.000 Euro. Die Projektleitung soll für die Dauer von zwei Jahren Umsetzungsmöglichkeiten prüfen und weitere Mittel zur Finanzierung akquirieren.

Ein Beitrag von Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord

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