Naturpark wird Lead-Partner der Bio-Musterregion

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Die Bio-Musterregion Mittelbaden+ ist die größte Bio-Musterregion in Baden-Württemberg. Fotos: Späth

Ziel der Bio-Musterregion ist es, die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel zu stärken, regionale Wertschöpfungsketten zu etablieren und die Biodiversität in der Landwirtschaft zu erhöhen. Der Naturpark übernimmt als Lead die Gesamtverantwortung, in der Naturpark-Geschäftsstelle wird perspektivisch eine zusätzliche Personalstelle angesiedelt. Für Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker ist die Kooperation ein Meilenstein für Mittelbaden und den Schwarzwald: „Die Bio-Musterregion liegt nicht nur zu großen Teilen in der Naturparkkulisse, beide Partner haben auch zahlreiche Schnittmengen sowohl auf inhaltlicher als auch auf Projektebene. Wir bringen ‚regional‘ und ‚biologisch‘ zusammen, ohne das eine oder andere auszuschließen. Es geht um ein gutes Miteinander konventioneller und biologischer Landwirtschaft.“ Um Akteure im Öko-Sektor zusammenzubringen und neue Projekte im Bereich der biologischen Landwirtschaft zu verwirklichen, ist die Schaffung einer Personalstelle für das Regionalmanagement geplant. Finanziert wird diese durch das Land Baden-Württemberg, das insgesamt 14 Bio-Musterregionen im Südwesten fördert, sowie durch Co-Finanzierungsmittel aus der Region.

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Die Bio-Musterregion Mittelbaden+ ist die größte Bio-Musterregion in Baden-Württemberg und umfasst die Landkreise Rastatt, Ortenaukreis und die Stadt Baden-Baden. Verantwortlich für die Bewerbung als Bio-Musterregion war die Initiativgruppe Bioregion Mittelbaden+, die sich aus landwirtschaftlichen Erzeugern, Verarbeitern, Vermarktern, Winzern, Imkern und Verbrauchern aus der Region zusammensetzt. Mit Unterstützung des Gemeinwohl-Forum Baden e.V. wurde ein Bewerbungskonzept geschrieben und im November 2020 beim Land Baden-Württemberg eingereicht; im Dezember erreichte die Initiatoren der positive Bescheid. Durch die Kooperation mit dem Naturpark wurde nun auch der organisatorische Rahmen geschaffen, Doppelstrukturen werden somit vermieden. „Jetzt können wir gemeinsam mit all unseren Partnern voller Elan in die Zukunft der Region starten. Mit unserer Arbeit möchten wir einen Beitrag zum Landesziel leisten, nämlich den Anteil biologischer Landwirtschaft auf 30 bis 40 Prozent bis zum Jahr 2030 zu erhöhen“, erklärte Helga Decker von Deckers Biohof in Bühl-Weitenung (Landkreis Rastatt), treibende Kraft und Sprecherin der Initiativgruppe. Um dieses Ziel zu erreichen, soll nicht nur die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel ausgeweitet, sondern auch regionale Wertschöpfungsketten entwickelt und Bürgerinnen und Bürger für regionale und biologische Lebensmittel begeistert werden. „Gemeinsam leisten wir so einen starken Beitrag zum Schutz unseres Grundwassers, unserer Böden und letztendlich auch unserem Klima“, sind sich Helga Decker und Karl-Heinz Dunker einig. Erste Ideen und Projekte sind im Bewerbungskonzept der Bio-Musterregion skizziert – dazu zählen beispielsweise Bio-Catering in Kantinen und Mensen, der Anbau alter Getreidesorten, die Organisation von Bio-Messen sowie Erzeugermärkten.

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Die Landkreise Rastatt, Ortenaukreis und der Stadtkreis Baden-Baden planen die Bio-Musterregion Mittelbaden+ zu unterstützen und sich an der Co-Finanzierung der vom Land geförderten Personalstelle zu beteiligen. Dazu wurde zwischen der Initiativgruppe, dem Naturpark und den drei Kreisen eine Kooperationsvereinbarung abgestimmt. Sie regelt die Zusammenarbeit und die Finanzierung des Eigenanteils aus der Region. Über die Kooperationsvereinbarung besteht Einigkeit. Wo notwendig, werden in den Kreisen noch entsprechende Beschlüsse herbeigeführt. Des Weiteren wird die Stadt Bühl Kooperationspartner der Bio-Musterregion Mittelbaden+. Vom Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband – Bezirk Achern (BLHV), vom Bioland Landesverband Baden-Württemberg e.V. und von der Demeter Baden-Württemberg – Vereinigung der AG für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise Baden-Württemberg e.V. bestehen ebenfalls positive Signale, Kooperationspartner zu werden.

Ein Beitrag von Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord

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