Projekt „Blühender Naturpark“ wächst und gedeiht

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Freuen sich über die gelungene erste Aussaat im Naturpark in diesem Frühjahr (von links): Franziska Bürkle (Teinachtal-Touristik), Bürgermeister Markus Wendel, Stefan Widmann (Städtischer Bauhof), Lilli Wahli (Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord) und Andreas Gaupp (Mineralbrunnen Teinach GmbH). Fotos: Jochen Denker

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und frühlingshaften Temperaturen erhält das Projekt „Blühender Naturpark“ nach der Winterzeit wieder Aufwind: Zahlreiche Flächen in der Region werden in den kommenden Wochen mit heimischen Wildblumensamen eingesät. Den Auftakt machte Mitte April die Stadt Bad Teinach-Zavelstein. Rund 20 Gemeinden und Städte beteiligen sich in diesem Frühjahr an dem Projekt, zirka 60 Flächen werden im Laufe der kommenden Wochen eingesät. „Insgesamt werden wir diesen Frühling auf bis zu 40.000 Quadratmetern Fläche Wildblumenwiesen anlegen“, freute sich Projektmanagerin Lilli Wahli über das Engagement der Kommunen, Kreise und Unternehmen. Im Herbst kommen weitere Flächen hinzu.

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Mit Feldschildern informiert der Naturpark direkt an den ausgesäten Flächen über den Nutzen des Projekts für die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Im Vorfeld hatten der Naturpark und der Landesverband Badischer Imker zu einem Fachseminar eingeladen, das innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war. Das Thema lautete: Wie wird eine Wildblumenwiese richtig angelegt? Unter den Anwesenden waren unter anderem Stadt- und Landschaftsgärtner, Bauhof-Mitarbeiter sowie interessierte Imker aus dem Naturpark. „Unser Ziel ist es, naturnahe Blühflächen zu schaffen“, erklärte Manfred Kraft, Obmann für Bienenweide beim Landesverband Badischer Imker. Um dies zu erreichen, sollten die ausgesäten Wildblumensamen nicht nur regionalen Ursprungs, sondern auch mehrjährig sein. Einjährige Mischungen seien anfangs zwar schön anzusehen, aber nicht nachhaltig, so Kraft weiter. Auch Ernst Rieger, Geschäftsführer des regionalen Saatgutherstellers Rieger-Hofmann aus Blaufelden, unterstrich die Bedeutung der richtigen Saatgut-Auswahl. „Wer artenreiche Wilblumenwiesen, Säume und Blühflächen anlegen will, muss sich nach der Natur richten“, so Hofmann-Rieger. Zudem sei die Bodenvorbereitung für den Erfolg ausschlaggebend. Die einzelnen Schritte wurden anschaulich anhand von Bildern gezeigt – häufige Fehler und Missverständnisse sollen so reduziert werden.

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Bienenexperte Manfred Kraft vom Landesverband Badischer Imker unterstrich die Bedeutung heimischer Wildblumenwiesen für den Erhalt der Artenvielfalt.

Insbesondere die korrekte Vorbereitung der Fläche interessierte die Teilnehmer: So muss der Boden gefräst oder umgegraben, alte Rasensoden und Wurzelunkräuter entfernt werden. Im Anschluss gelte es, ein feinkrümeliges Saatbeet zu schaffen. Die Saat wird – vermengt mit Sand, Sägemehl oder Maisschrot – per Hand oder mit einer Maschine obenauf gestreut. „Entscheidend ist das Andrücken oder Anwalzen des Saatguts“, so Rieger weiter. Idealer Zeitpunkt zur Aussaat ist neben dem Frühjahr von März bis Mai insbesondere der Herbst – am besten kurz vor dem Beginn feuchter Witterung. Im Laufe des Jahres sollte die Fläche zudem einmal gemäht werden. „Nicht nur auf öffentlichen Flächen, sondern auch in Privatgärten können einige Quadratmeter Wildblumenwiese einen großen Nutzen für Insekten haben“, warb Bienenexperte Manfred Kraft für ein breitgefächertes Engagement beim Projekt „Blühender Naturpark“.

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Auszeichnung für neue Blumenwiesenpaten: Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli überreicht eine Urkunde an Andreas Gaupp und Thomas Schmid von Mineralbrunnen Teinach GmbH.

Neben zahlreichen Privatpersonen, die im heimischen Garten aussäen, unterstützen auch immer mehr Unternehmen das Projekt als Blumenwiesenpate – so wie seit diesem Monat die Mineralbrunnen Teinach GmbH. „Wir sind auf eine intakte Natur angewiesen und wollen einen Beitrag leisten, damit Insekten bei uns in der Region wieder eine Heimat finden“, erklärte Geschäftsführer Andreas Gaupp.

Weitere Informationen über das Projekt „Blühender Naturpark“ erhalten Sie hier.

Ein Beitrag von Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord

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