Wer steckt hinter roten Kugeln an Eichenblättern?

1.1 gestreifte Eichengalle Lupe 620x466 Wer steckt hinter roten Kugeln an Eichenblättern?

Gestreifte Eichengalle unter der Lupe (Foto: Berit Arendt)

2 Larve der gestreiften Eichengalle 620x466 Wer steckt hinter roten Kugeln an Eichenblättern?

Im Innern der Gallen entwickeln sich die Larven (Foto: Berit Arendt)

Unsere Naturpark-Rangerin Berit Arendt hat beim Waldspaziergang Eichenblätter gefunden, an deren Unterseite kleine rote Kugeln anhaften. Berit erklärt, was sich hinter diesem Phänomen verbirgt:

„Kaum zu glauben, aber wahr: Hier drin wird gewohnt! Diese ca. 1 Zentimeter kleine, rot-gelb gestreifte Kugel wird im Herbst an der Unterseite eines Eichenblattes anhaftend auf den Waldboden mit abgeworfen. Es handelt sich hierbei um das skurrile Zuhause einer ausschließlich weiblichen Generation der Gestreiften Eichengallwespe. Die Damen leben hier als Singles – jede in ihrer eigenen Galle. Tatsächlich verlassen diese winzigen Hautflügler-Ladys jetzt in der kalten Jahreszeit ihr Tiny House, um fleißig Eier für die nachfolgende Generation in Eichenknospen abzulegen.

 

frische rosengalle 620x466 Wer steckt hinter roten Kugeln an Eichenblättern?

Frische Rosengalle (Foto: Berit Arendt)

Larven in Rosengalle 620x466 Wer steckt hinter roten Kugeln an Eichenblättern?

Getrocknete Rosengalle mit Larven (Foto: Berit Arendt)

Bald schon wuchern nun an den Eichenblättern Knospengallen heran, aus denen im Sommer dann Männchen und Weibchen schlüpfen. Wo die Liebe hinfällt, wird sich nun gepaart…kurz darauf legen die weiblichen Gallwespen erneut Eier – diesmal an die Blattunterseite von Eichenblättern. Mit etwas Glück, werden schon im kommenden Herbst erneut die kleinen gelb-rot gestreiften Kugelhäuschen mit dem herbstlichen Eichen-Laubabwurf auf dem Waldboden zu finden sein! Ist das nicht ein außergewöhnlicher und spannender Lebenszyklus?“

 

3  verpuppte und fertige Gallwespe d. gestreift. GW 620x466 Wer steckt hinter roten Kugeln an Eichenblättern?

Eichengallwespe: links im Puppenstadium, rechts das geschlüpfte, erwachsene Tier (Foto: Berit Arendt)

 

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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