Erfahrungsaustausch zwischen Landwirten und Naturschutzvertretern auf Weikertswiese

„Im Gelände unterwegs: Bewirtschaftung von artenreichem Grünland“, lautetet eine Veranstaltung auf der Rechtenbacher Weikertswiese. Eingeladen hatten die bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL), der Naturpark Spessart e.V. und der bayerische Bauernverband. Rund 40 Personen waren am 28. Mai zum Fachaustausch erschienen und wurden vom TSV Rechtenbach mit Bratwurst, Kaffee und Kuchen verpflegt.

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Michael Stellmach erläutert Methoden der Biotopkartierung (Foto: Christian Salomon)

In einem ersten Themenschwerpunkt stellte Michael Stellmach vom Landesamt für Umwelt (LfU) die Methodik der bayerischen Biotopkartierung vor. „Für die Landwirte ist es wichtig, zu verstehen, wie und nach welchen Kriterien die Einstufungen erfolgen“, so Stefan Köhler, Umweltpräsident des bayerischen Bauernverbandes. Schließlich würde damit auch definiert, welche Wiesenflächen gesetzlich geschützt sind.

Die Vorstellung wertgebender Wiesenpflanzen-Arten war ein weiterer Programmpunkt, bevor es an die Bewirtschaftungspraxis ging. Christian Lang, Rechtenbachs Bürgermeister und zugleich Wiesenbewirtschafter, präsentierte den Einsatz seines Messerbalken-Mähwerks. Er ist davon überzeugt, dass diese Mähtechnik der Tierwelt zugutekommt. Der saubere Schnitt liefert außerdem ein ausgezeichnetes Tierfutter. Im Rahmen des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms wird diese besonders schonende Mähtechnik zudem finanziell gefördert.

 

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Vorführung eines Balkenmähers (Foto: Lisa Silbernagel/ANL)

Es folgten Erläuterungen von Andre Fichtner von der Regierung von Unterfranken und Christian Salomon, Gebietsbetreuer für Grünland im Naturpark Spessart. Sie erklärten, welche konkrete Bewirtschaftung der Naturschutz für die erfassten Wiesenbiotope vorschlägt, um deren Artenvielfalt zu erhalten. Für das Beachten weiterer Punkte bekommen Landwirte zusätzliche Förderungen im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms. Dazu zählen die Einhaltung von Mähzeitpunkten, der Verzicht auf Düngung oder der Erhalt von Altgrasstreifen.

Den Abschluss bildete die Führung über eine Schafweide, die 2015 die Bayerische Wiesenmeisterschaft gewonnen hat; hier blühten Knabenkräuter, Heidewicke und Arnika. „Ein gutes Beweidungskonzept ist das allerwichtigste beim Einsatz von Weidetieren“, waren sich Gebietsbetreuer Salomon und Schäferin Kerstin Müller einig. Damit stand diese Fläche beispielhaft für den gemeinsamen Erfolg, den der konstruktive Austausch zwischen Naturschutz-Experten und Landwirtschafts-Praktikern bringt.

 

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Arnika auf der Weikertsweise im Spessart (Foto: Christian Salomon)

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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