Tipps für den Weihnachtsbaumkauf

Naturparke Neuigkeiten am 19. November 2018

Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume zieren die weihnachtlichen Wohnzimmer und Stuben in Deutschland. Etwa 90 Prozent der Bäume kommen aus Deutschland, jedoch nur noch ein Bruchteil davon wächst natürlich im Wald. Die meisten handelsüblichen Weihnachtsbäume wachsen in Sonderkulturen und Plantagen, wovon wiederum ein Großteil konventionell bewirtschaftet wird.

Diese konventionell erzeugten Christbäume werden in den 5-7 Jahren bis zur Ernte etliche Male mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Dabei werden durchaus auch umstrittene Mittel wie beispielsweise Glyphosat eingesetzt, das im Verdacht steht, Krebs zu verursachen. Bei Analysen von konventionell erzeugten Bäumen aus dem Spessart wurde 2017 in einem Fall sogar E 605, ein in der EU schon lange verbotenes Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Das ist nicht nur schlecht für Böden, Gewässer und die Tier- und Pflanzenwelt – sondern auch für den Endverbraucher. Im beheizten, geschlossenen Raum ist es durchaus möglich, dass Giftstoffe aus dem Baum in die Luft entweichen.

Wer die Umwelt und seine eigene Gesundheit schützen möchte, greift daher am besten auf Weihnachtsbäume von heimischen Betrieben zurück, die nach den Standards anerkannter Ökoanbauverbände (Naturland, Bioland, etc.) oder gemäß dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) produzieren. Bäume mit diesen Zertifikaten sind ohne Pestizid- und Mineraldüngereinsatz herangewachsen. Es lohnt sich genau hinzuschauen, denn oft werden konventionell angebaute Bäume mit irreführenden Labels wie “Fair Forest” geschmückt.

 

Christbäume Aura1 Tipps für den Weihnachtsbaumkauf

Christbaumkultur bei Mittelsinn (Foto: Oliver Kaiser)

 

Ökologisch angebaute Bäume aus dem Spessart bieten u.a.

  • Direktverkauf der Marx GmbH, 97794 Rieneck, BIO mit verschiedenen Verkaufsständen in der Region www.bio-weihnachtsbaeume.com
  •  EG Bio-zertifizierte Christbäume (Nordmanntannen, Schwarzkiefern, Blaufichten), Verkauf am 3. und 4. Adventswochenende an Privatkunden von 10.00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Johanna Haas, Grabenstr. 1, 97778 Fellen, Tel. 09356 1352
  • Verkauf von Nordmann-Tannen und Blau-Fichten (Naturland) vom 03. – 24.12. (24. nur bis mittags) Mo. – Fr. von 13.00 Uhr bis Dunkelheit, Samstag von 10.00 – 16.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung bei Rainer Ott, 97907 Hasloch-Hasselberg, Tel. 09342 84 361,

Weitere Infos und Bezugsadressen gibt es z.B. bei www.bund-naturschutz.de

Beitragsbild: Martin Mahlmeister

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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One thought on “Tipps für den Weihnachtsbaumkauf

  1. Winfried Rüb
    1

    Danke für die Veröffentlichung zu den giftfrei kultivierten Weihnachtsbäumen. Gerade zur Weihnachtszeit, der Zeit der Besinnung, muss unsere Gesellschaft begreifen, dass alles in die Umwelt verbrachte Gift die Nahrungskette erreicht und auch unseren Körper zerstört. Es wäre naiv zu glauben, dass bereits ein Stopp der Giftverbreitung alle Umweltsünden vergessen lassen könnte, denn die bisher ausgebrachten Gifte schlummern in den Böden und “warten nur auf die nächste Gelegenheit” von Pflanzen aufgenommen zu werden. So konnte man in einem südfranzösischen Weinberg nachweisen, dass das Benetzungsmittel des Glyphosat das im Boden lange abgelagerte E605 für die Weinstöcke zugänglich gemacht hat. – Wo kommt das in Spessartbäumen gefundene E605 her?

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