Überlebenskünstler im Naturschutzgebiet “Ruine Homburg”

Das Naturschutzgebiet “Ruine Homburg” gehört zu den mainfränkischen Trockengebieten, die sich im wesentlichen nördlich von Karlstadt um den Main und seinen Nebenfluss Wern gruppieren. Das Klima ist für mitteleuropäische Verhältnisse ausgesprochen warm und trocken. Dadurch konnten sich hier zahlreiche Tiere und Pflanzen ansiedeln, die es sonst in Deutschland niergendwo oder nur an wenigen anderen Orten mit ähnlichem Charakter gibt. Neben den klimatischen Verhältnissen spielt auch das kluft- und spaltenreiche, wasserdurchlässige Gestein des Muschelkalkes eine Entscheidung bei der Entstehung der extremen Wuchsorte.

Die vielfältigen Ein- und Ausblicke machen das Wandern zu einem besonderen Genuss. Das Panorama von der Ruine Homburg über das Werntal bis hin zum Spessart ist besonders eindrucksvoll. In der kommenden Jahreszeit erwacht dieses Naturwunder langsam wieder zum Leben. Für seine primär waldfreien Kalk-Trockenrasen ist das Naturschutzgebiet unter Pflanzenfreunden weit über die Grenze Frankens hinaus berühmt. Dieser seit der letzten Eiszeit von Gehölzen befreite Extremstandort lockt weltweit einmalige Überlegenskünstler an. Dazu gehört auch die “Gewöhnliche Kuhschelle”. Um die Ruine Homburg und am Ammerfeld kann man im März einen der beeindruckensten Bestände dieser Pflanzein ihrer violetten Farbenpracht in Unterfranken bewundern.

Die Form der halb geschlossenen Blüte ähnelt einem Glöckchen oder auch einer Kuhschelle. Die Verkleinerungsform „Kühchen“ hat schließlich zur Bezeichnung „Küchen“-Schelle geführt. Um die Pflanze bei Kälte zu schützen sind die Blütenblätter unten behaart. Weil ihr Fruchtstand lange seidige Haare trägt, wurde sie früher auch Teufelsbart genannt. Des Weiterem ist sie auch unter dem Namen Wolfspfote, Bocksbart, Schlafblume und Hackerkraut bekannt.
Die Kuhschelle ist während der Blütezeit von März bis Mai etwa 15 cm groß. Im Laufe des Jahres wächst die Alpenblume bis zur Fruchtreife auf 40 cm heran. Aber Achtung! Der unschuldige Schein trügt:  Alle Teile der Pflanze sind giftig. Schon der Umgang mit der Pflanze kann bei empfindlichen Personen allergische Hautreizungen auslösen.

Hier finden Sie einen Vorschlag für eine Wanderung zur Ruine Homburg: www.spessart-erleben.de

 

Ruine Homburg1 Überlebenskünstler im Naturschutzgebiet Ruine Homburg

Ruine Homburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für weitere Informationen:
Naturschutzgebiet Ruine Homburg- Artenvielfalt unter extremen Bedingungen (Broschüre, erhältlich beim Naturpark Spessart)
wikipedia.org
www.hoehenrausch.de

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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