Allianz für den Gewässerschutz

Am 23. Juli haben der NABU-Landesverband Brandenburg e.V., der Landestauchsportverband Brandenburg und das Landesamt für Umwelt in Neuglobsow am Gr. Stechlinsee im Beisein von Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

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Stolz präsentieren die Teilnehmer des Spezialkurses “Tauchen für den Naturschutz” ihre Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme.

 

 

 

 

 

 

 

Miteinander statt gegeneinander zum Schutz der Seen – das ist seit 2008 das Motto von Sporttauchern und Naturschützern im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Denn so lange arbeiten der Tauchclub Nehmitzsee, der NABU Gransee und die Naturparkverwaltung bereits beim Schutz der letzten natürlichen Klarwasserseen Brandenburgs zusammen. Seit 2008 werden im Naturpark Sporttaucher darin geschult, anhand des Zustandes der Unterwasservegetation Daten über ihre Tauchgewässer zu gewinnen.

Die im Naturpark bewährte regionale Kooperation wird nun in ganz Brandenburg wirksam – denn in der Tauchbasis Stechlin unterzeichneten der NABU-Landesvorsitzende Friedhelm Schmitz-Jersch, der Präsident des Landesamtes für Umwelt Dirk Ilgenstein und die Präsidentin des Landestauchsportverbandes Brandenburg, Kerstin Reichert im Beisein von Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Kooperationsvereinbarung. Sie soll die Zusammenarbeit zwischen Tauchsport und Naturschutz weiter festigen und die Nutzung der gewonnenen Daten durch die Landesbehörden ermöglichen.

NABU-Landesvorsitzender Friedhelm Schmitz-Jersch betont aus diesem Anlass die Bedeutung des Ehrenamtes. „Mit mehr als 3.000 Seen größer als ein Hektar gehört Brandenburg zu den gewässerreichsten Bundesländern. Durch geschulte ehrenamtliche Sporttaucher wollen wir ein Frühwarnsystem entwickeln, denn 80 Prozent unserer Seen sind in einem schlechten Erhaltungszustand“, so Schmitz-Jersch. „Schlechte Erhaltungszustände von Klarwasserseen sind nicht nur für den Naturschutz ein Problem, auch die Badegäste und Taucher leiden darunter. Ich bin sehr froh über die Kooperation mit dem Tauchsport – beim Schutz der Seen sitzen wir in einem Boot“, so der NABU-Landesvorsitzende.

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Teilnehmerurkunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Unser gemeinsames Ziel ist, Brandenburgs Seen mit ihrer reichen Tier- und Pflanzenwelt zu schützen“, betont Umweltminister Jörg Vogelsänger: „Mit 180 Seen ist gerade der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land reich ausgestattet, denn hier finden wir rund die Hälfte der Klarwasserseenfläche Brandenburgs. Das sind artenreiche Gewässer mit Trinkwasserqualität, für die wir auch auf europäischer Ebene in besonderer Verantwortung stehen. Aber nicht nur naturschutzfachlich, sondern auch naturtouristisch ist das ein Pfund mit dem wir wuchern können und um das uns andere beneiden. Auf Dauer werden Touristen aber nur kommen, wenn es uns gelingt, unsere Seen in einem guten Zustand zu erhalten.“

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Umweltminister Jörg Vogelsänger verfolgt aufmerksam den Einführungsvortrag.

 

 

 

 

 

 

 

Auch für Kerstin Reichert, Präsidentin des Landestauchsportvereins Brandenburg ist die Kooperation ein wichtiger Schritt. „Zum einen können wir aktiv einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz leisten und der Öffentlichkeit zeigen, was wir dort unter der Wasseroberfläche so treiben und zum anderen mithelfen, dass wir unseren Sport in attraktiven Gewässern mit einem guten  Erhaltungszustand ausüben können.“

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