„Fischotter im Jagdfieber“

September 2009 139 B „Fischotter im Jagdfieber“

© VDN / Lonche

Den Fischotter findet man in fast ganz Europa; innerhalb des Verbreitungsgebietes ist er jedoch in vielen Regionen bedroht. Das Bundesamt für Naturschutz listet den Fischotter in Deutschland als „vom Aussterben bedroht“, in der Schweiz ist er seit 1989 ausgestorben. Daher steht der Fischotter in den meisten Ländern unter Schutz. In Deutschland zeigte sich jedoch, dass trotz der Unterschutzstellung die Fischotterbestände zurückgingen. Dazu trugen die Verbauung von Gewässern, umfangreiche Trockenlegungen von für ihn wichtigen Lebensräumen und großräumiges Abholzen von Ufervegetation bei.

Bevorzugter Lebensraum des Fischotters sind flache Flüsse mit zugewachsenen Ufern und Überschwemmungsebenen. Er kommt aber mit allen Arten von Süßwasser-Lebensräumen zurecht, solange die Gewässer klar und fischreich sind und ihm ausreichend Versteckmöglichkeiten entlang der Ufer bieten. Daher ist er eine Art, die sehr von Gewässerrenaturierungen profitiert.

Einen großen Teil des Beutespektrums stellen Fische dar, wobei er überwiegend kleine Fischarten erbeutet und darunter langsame und geschwächte Tiere. Ihm kommt daher eine Rolle bei der Gesunderhaltung der Fischbestände zu. Zu dem in der Vergangenheit bzw. teilweise heute noch behaupteten schädlichen Einfluss des Fischotters auf Fischerei- und Teichwirtschaft ergaben Untersuchungen, dass die Art auch bei leichter Erreichbarkeit von Zuchtteichen Beute aus natürlichen Gewässern bevorzugt und nur in Gebieten mit schlechteren Lebensbedingungen verstärkt auf Fische aus Zuchtteichen zurückgreift.

Seine Anwesenheit verrät der Fischotter durch gut getarnte Ausstiege am Ufer. Entlang der gelegentlich ausgetretenen „Otterpfade“ lassen sich Kot, Markierungssekret sowie Beutereste finden. Auf schlammigem Untergrund oder in Schnee sieht man nicht nur die Trittspuren, auch die Schleifspur des Schwanzes ist erkennbar.

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Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke

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