3. Weiterbildungsveranstaltung mit dem BARNIM PANORAMA

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Mitarbeiter der Naturwacht, des Naturparks und des BARNIM PANORAMA genossen diesen Tag am wunderbaren Nonnenfließ. (Foto: Andreas Lauter)

Bei herrlichem Frühlingswetter starteten die Mitarbeiter der Naturparkverwaltung und des BARNIM PANORAMAs gut gelaunt am 22. April zu ihre 3 Weiterbildungsveranstaltung. Hauptthema des Tages war das Projekt „Ökologische Sanierung des Fließgewässereinzugsgebietes von Nonnenfließ und Schwärze“. Auf unserem Weg zum Nonnenfließ machten wir am Schlossberg-Gelände in Biesenthal, unserer ersten Weiterbildungsstation, halt. Die Entwicklung des Areals am Biesenthaler Schlossberg war ein zentrales Vorhaben innerhalb eines INTERREG IVA-Projektes zur ökologischen Sanierung und naturtouristischen Entwicklung von deutschen und polnischen Teileinzugsgebieten der Oder. In der Regie der Stadt Biesenthal, wurde der Schlossbergturm saniert und an den Radfernweg Berlin-Usedom angebunden. Neben der begehbaren Burgruine aus Zeiten der Askanierkolonisation des 13. Jahrhunderts, lädt vor allem der 1907 errichtete Friedrichsturm den Besucher zu einem Blick über die Landschaft ein. Diesen herrlichen Blick in das Biesenthaler Becken gönnten sich auch alle Mitarbeiter und lauschten u.a. den Geschichten um den  „99-Tage-Kaisers“ Friedrich Wilhelm. Vom Schlossberg-Gelände in Biesenthal ging es dann zum Nonnenfließ. Entlang des Fließes und der erwachenden Natur vorbei an Buschwindröschen,  Leberblümchen und Biberburg führte unsere Tour von Spechthausen nach Schönholz. Mit seiner reizvollen landschaftlichen Umgebung präsentiert sich das Nonnenfließ als eine  wundervolle Landschaft (fast) wie im Mittelgebirge. Steil fallen stellenweise hohe, vorwiegend mit Buchen bestandene Hänge zum Fließ hin ab. Durch uralte Bäume schlängelt sicher der Wasserlauf des Fließes, das nach der letzten Eiszeit entstanden ist. Das Nonnenfließ ist das ökologisch wertvollste Fließgewässer im Naturpark Barnim. Es speist sich aus Quellen in einem Moorgebiet bei Tuchen-Klobbicke und fließt in einem auf weiten Strecken ursprünglich erscheinenden Tal durch naturnahe Bruch- und Laubwälder, durch Röhrichte und Feuchtwiesen auf Eberswalde zu. Die mancherorts hohe Fließgeschwindigkeit des Gewässers sorgt in Verbindung mit dem rauen Grund aus Sand und Kies für einen hohen Sauerstoffgehalt und einen guten Selbstreinigungseffekt des Wassers. Die Pflanzen- und Tierwelt im Gewässer und seinem Umfeld ist sehr artenreich. Biber, Teufelskralle, Steinbeißer,  Westgroppe, Bachneunauge oder Waldschnepfe finden hier ihren Lebensraum.  Bei all diesen Qualitäten verwundert es nicht, dass das gesamte Gebiet „Nonnenfließ/Schwärzetal“ sowohl als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist als auch als ein besonders reizvolles Ausflugziel im Naturpark gilt. Die fach- und sachkundigen Kollegen der Naturwacht erklärten die Auswirkungen der bis ins 17. Jahrhundert zurückreichenden Eingriffe durch Menschen, die hier Mühlen betrieben, Teiche anlegten oder Wiesen trockenlegten und dadurch Durchgängigkeit, Wasserrückhaltung, Strukturreichtum und Artenvielfalt nachteilig verändert haben. Innerhalb des „Nonnenfließ-Projektes wurden zwischen 2006 und 2009 durch den Bau von Fischtreppen, Bostenpass und Entfernung von Staubauwerken diese ökologischen Defizite deutlich vermindert. Dass das Nonnenfließ nicht nur bei Menschen als wundervolles Ausflugsziel beliebt ist, sondern auch ein hervorragender Lebensraum für den Biber ist, zeigen mehrere eindrucksvolle Biberstauwerke und eine Biberburg direkt am Luisenkreuz. Die unverkennbaren Spuren der Biberschleppe und –rutsche beeindruckten. An der Steinernen Brücke in Schönholz angekommen, gab es noch etwas Nachhilfeunterricht zur „Alten Bernauer Heerstraße“. Kaum zu Glauben, dass schon Napoleon im 18./ 19. Jahrhundert während seiner Feldzüge durch den Barnim geritten ist.   Diese traditionelle Weiterbildungsveranstaltung macht die Mitarbeiter des BARNIM PANORAMAs mit den Tätigkeitsfeldern der Naturparkverwaltung vertraut. So können interessierte Besucher des BARNIM PANORAMA kompetent über den Naturpark informiert werden. Gleichermaßen ist die Fachexkursion ein Beitrag zur Vertiefung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Teams.

Ein Beitrag von Naturpark Barnim

Naturpark Barnim

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16348 Wandlitz

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