Naturschutz mal anders

Laut dröhnte es Anfang Februar d.J. bis in die umliegenden Ortschaften der Trupbacher Heide. Nach 2014 kam hier bereits zum zweiten Mal ein entmilitarisierter Panzer zum Einsatz. Eine ungewöhnliche Maßnahme, durchgeführt von der biologischen Station des Kreises Siegen Wittgenstein und der NRW-Stiftung, dem Eigentümer der Fläche.

Das tonnenschwere Kettenfahrzeug hilft die voranschreitende Verbuschung zu stoppen, die einzigartige Landschaft offen zu halten, die Böden zu verdichten und vorhandene Rinnen weiter zu vertiefen. Größere Tümpel können sich daraufhin wieder leichter mit Wasser füllen. Voraussetzung für viele seltene Arten, sich hier anzusiedeln. Die Maßnahme wurde bewusst auf den Winter gelegt, da sich die meisten Tiere dann noch in ihren Winterquartieren befinden.

Trupbacher Heide Innen 1 Naturschutz mal anders

Ein entmilitarisierter Panzer im Einsatz für den Naturschutz (Foto: Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.)

Hintergrund: Bis 1993 diente die Trupbacher Heide als Truppenübungsgelände, zuletzt für belgische Streitkräfte. Dieser ehemaligen militärischen Nutzung und dem damit einhergehenden, jahrzehntelangen Befahren mit dem Panzer verdankt die Trupbacher Heide ihre ökologische Bedeutung mit den wertvollen Heideflächen und auch dem großen Artenreichtum (Schmetterlinge, Amphibien etc.), wozu mittlerweile auch zahlreiche gefährdete Arten zählen. Seit 2015 wird das Gebiet als Nationales Naturerbe geführt und ist 2018 auch zum Naturpark-Juwel auserkoren worden.

Trupbacher Heide Innen 2 Naturschutz mal anders

Der Panzer hilft u.a., die voranschreitende Verbuschung zu stoppen (Foto: Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.)

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