Moos des Jahres 2021

Das Sparrige Kranzmoos

(Rhytidiadelphus squarrosus)

Foto 1 Sparriges Kranzmoos C Berg 300x225 Moos des Jahres 2021Das Sparrige Kranzmoos trägt einen Beinamen, der schon mal für Schmunzeln sorgt: Es wird auch sparriger Runzelbruder oder Runzelpeter genannt. Das Moos ist in Mitteleuropa häufig anzutreffen und so man kann es nahezu überall im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale bestaunen, wo es feuchte oder frische Wiesen gibt. Auch Wegränder und Waldwege werden besiedelt. Üppige Bestände bildet das Moos mitunter in regelmäßig geschnittenen Rasenflächen – nicht gerade zur Freude jedes Gartenbesitzers, aber Schönheit liegt eben im Auge des Betrachters.

Man erkennt das Sparrige Kranzmoos ganz leicht an seinen aus der Wiese aufsteigenden Stämmchen.
Die Blätter an den Spitzen der Stämmchen stehen waagerecht ab und bilden einen sternförmigen Kranz – daher auch die Bezeichnung „Kranzmoos“. Es erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 10, teilweise sogar bis zu 15 Zentimeter. Die Farbgebung variiert: Mal erscheint es gelblich grün, mal blassgrün, während die aufrechten Stämmchen orange bis rotbraun gefärbt sind.

Foto 2 Sparriges Kranzmoos C Berg 300x225 Moos des Jahres 2021Das häufige Vorkommen in besiedelten Gebieten legt nahe, dass das Kranzmoos nicht gerade anfällig für Schadstoffe ist, allerdings meidet es stark luftverschmutzte Stadtgebiete. Die Verbreitung findet insbesondere über Sprossbruchstücke statt. Ein wirksames Verbreitungsmittel sind dabei wahrscheinlich die im öffentlichen Raum eingesetzten Mähgeräte. Anstatt das Moos beseitigen und bekämpfen zu wollen, raten Bryologen (Moosexperten) dazu, Frieden mit den hübschen Pflanzen zu schließen. Oft reicht es schon, den Rasenmäher 1 bis 2 Zentimeter höher einzustellen, nicht zu oft zu mähen und zu wässern – was außerdem zur Folge hat, das Privatgärten dadurch arten- und blütenreicher werden.

 

Fotonutzung unter Angabe des Fotografen:
Foto 1 – Sparriges Kranzmoos // Bildautor: C. Berg (BLAM e. V.)
Foto 2 – Sparriges Kranzmoos // Bildautor: C. Berg (BLAM e. V.)

Links:

 

 

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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