Natur des Jahres 2016

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Primula veris, BA: Alvals, Wikipedia

Die Wiesen-Schlüsselblume
(Primula veris)

Sie wird auch Himmelsschlüssel oder Echte Schlüsselblume genannt und strahlt im Frühjahr in kräftigen Gelbtönen. Namensgebend für diese seltene Pflanze ist ihre ausgeprägte Blütendolde, die Ähnlichkeit mit einem Schlüsselbund aufweist. Ihr wissenschaftlicher Name Primula veris bedeutet „erste Blume im Frühling“.

Ab April, teilweise auch schon Ende März bis hinein in den Juni sind ihre dottergelben Blüten zu bewundern. Sie strömen einen zarten Duft aus und werden an warmen Tagen eifrig von langrüsseligen Insekten wie Hummeln und Schmetterlingen besucht, die für die Bestäubung sorgen. Die Wiesen-Schlüsselblume dient zudem mehreren Schmetterlingsraupen als wertvolle Futterpflanze: Die Raupe der Silbergrauen Bandeule und die des Schlüsselblumen-Würfelfalters ernähren sich hauptsächlich von ihr. Und da die Wiesen-Schlüsselblume in ihrem Bestand arg bedroht ist, so gelten auch die beiden Schmetterlinge mittlerweile als gefährdete Arten.

Auf kalkhaltigen und stickstoffarmen Böden fühlt sich die Wiesen-Schlüsselblume am wohlsten. Dies können Halbtrockenrasen, trockene Wiesen, Gebüsche, lichte Laubwälder oder Waldränder sein. Doch jene Lebensräume der Wiesen-Schlüsselblume werden durch intensive Grünlandnutzung und zu hohen Nährstoffeinträgen immer weiter zurückgedrängt. In den meisten Bundesländern steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten – auch in Thüringen gilt sie als besonders geschützte Art. Vorkommen im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale gibt es, jedoch sind ihre Bestände stark im Rückgang begriffen.

Ob die gelb leuchtende Frühlingsblume uns weiterhin auf Wiesen und am Wegesrand mit ihrem Anblick erfreut, hängt ganz allein davon ab, wie der Menschen mit ihrem Lebensraum umgeht und ob es gelingt, besonnte Trockenrasen und lichte Wälder zu erhalten. Ein wertvoller Beitrag zum Bestandserhalt sind traditionelle Nutzungsformen von Wiesen bzw. Weiden ohne Einsatz von Düngemitteln.

Autor: Susen Reuter

 

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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