Den Gänsen geht es an den Kragen

Hausgans

Hausgans

Autor: Friedrich J. Flint

Alle Jahre dasselbe: Die Uhren werden zurück-, die Gansekragen umgedreht. Zumindest auf solche Gesetzmäßigkeiten ist noch Verlass. Zu den Lieblingstagen der Gänse gehören mit Sicherheit nicht der 11. November und der 24. Dezember. Gänse sind gesellige Tiere also geniessen sie die schöne Oktobersonne auf dem Hof Ritzerau.
Schon die Römer und die Germanen domestizierten die Graugans wegen ihres Fleischs und ihrer Federn.
Bei den Griechen war die Gans heilig und diente als lieblicher Vogel, dessen Schönheit bewundert wurde: Bei den Römern war die Gans der Juno auch heilig, und es wurden daher in deren Tempel auf dem Kapitol Gänse unterhalten, die bei dem Einfall der Gallier unter Brennus durch ihr Geschrei die Besatzung geweckt und so die Burg gerettet haben sollen.
Die Rassenbildung bei der Gans geschah hauptsächlich in Europa. Zuerst stand eine Zunahme der Körpergröße im Vordergrund. Schon vor 150 Jahren waren bei Hausgänsen 8 kg Lebendgewicht, bei Marschgänsen sogar 15 bis 20 kg erreicht. Später wurde die Vermehrungsleistung zunehmend wichtiger.
Hausgänse legen bis zu 60 Eier pro Saison. Gänse-Eier sind am Niederrhein eine lokale Spezialität. Nach 9 bis 32 Wochen erreichen die Gänse ihr Gewicht, bei der Weidemast haben die Tiere erst nach fünf bis acht Monaten ihr Endgewicht von 6,5 bis 7,5 kg. Gänse für den deutschen Markt werden meist aus Ländern wie Polen oder Ungarn importiert.

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