Kleine Bienenforscher

Die Honigbiene live in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen – eine Umweltbildungsmaßnahme mit dem Bayer. Lebensministerium aus dem Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön:

Ein Projekt zur modellhaften Einrichtung von „Lehrbienenständen an

Kindertageseinrichtungen und Schulen“ in Bayern –  von der Honigbiene lernen,

wir werden „Kleine Bienenforscher“.

 

Endlich war es am Freitag 09.05.14 so weit, die Honigbiene ist um 11 Uhr bei viel Regen im „Kindergraten am See“ in Garitz und ab 12:30 Uhr am Kneipp Kindergarten Bad Bocklet mit einem ganzen Bienenschwarm von Sonja Heinemann (Bienenfachwart) und durch die Hilfe von Marc Baumgart (2. Vorsitzender Bund Naturschutz Kreisgruppe Bad Kissingen) eingezogen.

Mit viel Neugierde von den Kindern und Eltern empfangen und erwartet  beginnt nun fast täglich ein spannendes „Kinderleben mit den Bienen“. Unter einem großen Staunen der Erwachsenen blieben die Kinder fast alle ohne jegliche  Berührungsängste und ließen sich selbst von einem ganzen Schwarm nicht aus der Ruhe bringen und nahmen einen intensiven Kontakt zu den Bienen auf.

Am Nachmittag begann das erste gemeinsame Fachseminar unter der Leitung und Durchführung von Sonja Heinemann vom Lehrbienenstand Fladungen zur Honigbiene:

Imker, Erzieherinnen, die Grundschule Lauter, das Gymnasium Münnerstadt und auch die Hessische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön als länderübergreifender Bildungspartner trafen sich mit insgesamt 20 Personen zu diesem gemeinsamen übergreifenden Umweltbildungsprojekt.

Ein dritter Bienenschwarm wird bald unter der Trägerschaft der Grundschule Lauter an der Hermannsruhe im grünen Klassenzimmer einziehen.

Projektgebiet:

Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön – Landkreis Bad Kissingen

Projektziel:

Die Honigbiene hat als „Bestäuber der Welt“ im Kreislauf zwischen Mensch und Natur eine große Lebensbedeutung. Die Entwicklungen der Lebensumwelt und auch der Umgang mit der Biene durch den Menschen selbst hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, in vielen Ländern ist sie heute stark bedroht.

Schon in der Vor- und Früherziehung soll deshalb in dem Projekt „ Die Honigbiene live  in  Kindertageseinrichtungen und Schulen“ die Bedeutung der Honigbiene für Mensch und Natur erfahrbar und die „soziale Schwarmintelligenz“ erlernbar gemacht werden.

Die Lebensweise, das kommunikative Verhalten, die Reaktionen auf die Umwelt sowie das Bestäubungsverhalten und die Bildung eines sozialen Insektenstaates stehen hier im Mittelpunkt.

Die Kinder sollen die Bienen auch beim Naturwabenbau beobachten, bei dem die Bienen ihren Bautrieb leben.

Zudem sollen die Kinder mehr über die Entwicklung eines Bienenvolkes in den verschiedenen Jahreszeiten vom natürlichen Brutwabenbau bis zum Schwärmen der Königin kennenlernen, den Weg des Honigs von der Blüte bis ins Glas verstehen und schätzen lernen.

 

Projektbeute: Die Top Bar – Hive

Die Top Bar – Hive Beute ist eine ursprünglich aus Kenia stammende Form der Bienenhaltung, sie ist aber in ganz Afrika weit verbreitet und wurde von Dr. Berg (Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Fachzentrum Bienen) nach Deutschland eingeführt. Die Top Bar – Hive Beute erlaubt eine sehr naturnahe und wesensgemäße Art der Bienenhaltung. Dadurch ermöglicht diese Art der Beute eine umfassende Beobachtung der Bienen im gesamten Staatenzyklus. Zudem erfordert die Top Bar – Hive Beute keine größeren Spezialkenntnisse und kommt mit geringem technischen Aufwand aus.

Zudem werden die Kindertagesstätten und Schulen jeweils in den ersten Jahren von einem Imker unterstützt. In dem Projekt übernehmen die Kinder selbständig  Aufgaben am Bienenstock und erforschen auch eigenständig mit Unterstützung der ErzieherInnen.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem den Wabenbau zu beobachten und zwischen Brutwaben, Honigwaben und Pollenwaben zu unterscheiden sowie die Unterschiede anhand der Verdeckelung zu erkennen. Die unterschiedliche Brutwabenausbildung zeigt die Entstehung einzelner Königinnen-Arbeiterinnen-und Drohnenzellen.

Weitere Aufgaben sind Fluglochbeobachtungen, Erfassen der Aufgabenverteilungen im Bienenvolk, Bienentanzbedeutung etc. .

Die Kinder können auch die Bienen oder Pflanzen markieren und so herausfinden, welche Pflanzen bevorzugt angeflogen werden und dabei auch die Flugrichtung der Bienen beobachten.

Ebenso sollen die Kinder aber auch das Verhalten der Bienen in den verschiedenen Jahreszeiten vom Sammeln und Einlagern von Nektar im Frühjahr bis zum Bilden der Bienentraube im Winter erfahren. Weitere Aufgaben sind auch das entnehmen der Trägerleisten, zu lernen wie daraus Honig gewonnen wird und warum dieser so gesund ist. Sie sollen aber auch versuchen zu bestimmen wann sich ein neuer Bienenschwarm bildet und ausschwärmt.

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