Heilpflanze des Jahres 2019

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Echtes Johanniskraut / Wikipedia Pethan Utrecht

Das Echte Johanniskraut
Hypericum perforatum

Die kleinen gelben Sterne leuchten die Blüten des Echten Johanniskrauts am Wegesrand. Naturfreunde und Wanderer können sich vom Frühsommer bis in den Herbst daran erfreuen. Wie es zu seinem Namen kam? Das hängt mit Johannes dem Täufer zusammen: Er ist Namenspatron des 24. Juni – zu dieser Zeit steht das Echte Johanniskraut in voller Blüte. Es hat weitere Beinamen wie Tüpfel-Johanniskraut oder Herrgottsblut.

Das Echte Johanniskraut wächst an Wald- und Wegrändern sowie auf Brachflächen und kann beträchtliche Höhen von bis zu einem Meter erreichen! Da es noch andere Johanniskrautarten gibt, ist ein Merkmal zur Unterscheidung besonders geeignet: Die kräftige Sprossachse ist durchgehend zweikantig und im inneren mit einem Mark gefüllt. Die Blätter sowie die Blütenblätter enthalten zudem Öldrüsen, die im Gegenlicht der Sonne mit bloßem Auge gut zu erkennen sind. Die Drüsen funktionieren wie ein Behälter und enthalten wertvolle ätherische Öle. In den gelben Blüten steckt das blutrote Hypericin. Gut sichtbar wird der Wirkstoff, wenn man Blütenknospen zwischen den Fingern zerreibt.

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Echtes Johanniskraut / Wikipedia H. Zell

Seit über zwei Jahrtausenden wird das Echte Johanniskraut als Heilpflanze geschätzt. Äußerlich angewendet hilft es bei der Nachbehandlung von Verletzungen. Ein Öl aus Johanniskraut hilft bei Muskelschmerzen. In der dunklen Jahreszeit kommen die Blüten als Tee oder in Tablettenform zum Einsatz. Gelindert werden damit Depressionen, nervöse Unruhe, Angstzustände oder Verdauungsbeschwerden. Die heilenden Eigenschaften werden neusten Forschungen zufolge sogar in der Krebstherapie und bei Alzheimer-Erkrankungen eingesetzt. Und weil das Johanniskraut so vielseitig einsetzbar ist, wurde es zur Heilpflanze des Jahres 2019 auserkoren. Beim nächsten Spaziergang oder bei einer Wanderung durch den Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale lohnt es sich also, genauer hinzuschauen und das heilbringende Gewächs am Wegesrand zu bestaunen.

Autor: Susen Reuter

 

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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