Natur des Jahres 2015 – Heilpflanze

johanniskraut2 300x225 Natur des Jahres 2015    Heilpflanze

Jetzt im Juli finden wir diese bekannte Heilpflanze auf Wiesen und an Wegrändern, Foto: conny_wr_pixelio.de

Das Echte Johanniskraut
(Hypericum perforatum)

Wie kleine gelbe Sterne leuchten die Blüten des Echten Johanniskrauts am Wegesrand, erfreuen Wanderer und Naturliebhaber vom Frühsommer bis in den Herbst hinein. Es wächst an Wald- und Wegrändern, auf brachen Flächen und Bahnschotter. Ihren Namen verdankt die Pflanze Johannes dem Täufer. Er ist Namenspatron des 24. Juni – zu dieser Zeit steht das Echte Johanniskraut in voller Blüte.

Die Pflanze kann beträchtliche Höhen von bis zu einem Meter erreichen! Da es noch andere Johanniskrautarten gibt, ist ein Merkmal zur Unterscheidung besonders geeignet: Die kräftige Sprossachse ist durchgehend zweikantig und im inneren mit einem Mark gefüllt. Was die länglich-ovalen Blätter der Arzneipflanze anbelangt, so sind ihre durchsichtigen Öldrüsen besonders auffällig und im Gegenlicht der Sonne gut zu erkennen. Die Drüsen funktionieren wie ein Behälter und enthalten ein wertvolles ätherisches Öl.

Die Kronblätter des Echten Johanniskrauts bergen in sich das blutrote Hypericin. Gut sichtbar wird der Wirkstoff, wenn man Blütenknospen zwischen den Fingern zerreibt. Für die Tierwelt ist hier Vorsicht geboten! Bei hellen Weidetieren wie Rindern, Schafen und Ziegen führt der Verzehr der Pflanze zu entzündlichen Hautrötungen und Geschwüren – ausgelöst durch das Hypericin.

Das Echte Johanniskraut ist eine uralte Arzneipflanze, die schon bei den Griechen bekannt war. Vor allem in der dunklen Jahreszeit kommen die gelben Blüten als Tee oder in Tablettenform zum Einsatz. Gelindert werden damit Depressionen, Nervosität und Verdauungsbeschwerden. Die heilenden Eigenschaften werden neusten Forschungen zufolge sogar in der Krebstherapie und bei Alzheimer-Erkrankungen eingesetzt. Beim nächsten Spaziergang oder bei einer Wanderung durch den Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale lohnt es sich also, genauer hinzuschauen und das heilbringende Gewächs am Wegesrand zu bestaunen.

Autor: Susen Reuter

 

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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