Schafe als Taxis der Artenvielfalt

schafschafftlandschaft Schafe als Taxis der Artenvielfalt

Schaf schafft Landschaft (c) Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Bunte Wiesen, Weiden, Wacholderheiden und alte Streuobstbestände mit einer besonders hohen Vielfalt an Arten und Lebensräumen sind ein besonderes Kennzeichen des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land. Werratal, Hoher Meißner und Kaufunger Wald gehören zum, vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausgewiesenen, Hotspot 17. Am 1. Oktober startete im Hotspot 17 “Schaf schafft Landschaft – Biotopverbund durch Hüteschafhaltung“, oder kurz: Schafland17. Ein Projekt, das die vorhandene biologische Vielfalt durch Hüteschafhaltung langfristig schützen und sichern soll.

Jahrhundertelange traditionelle Bewirtschaftung mit Schafbeweidung hat besonders hochwertige Borstgrasrasen, Kalkmagerrasen und Mähwiesen entstehen lassen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Verbuschung sind diese Hotspots der biologischen Vielfalt bedroht. Langfristig soll “Schaf schafft Landschaft” solche Weideflächen sichern. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Schafe auf Wanderschaft in ihren Klauen und besonders im Fell Samen, Sporen, ganze Pflanzenteile und sogar kleinere Tiere transportieren. Sie dienen der Natur als Taxis der Artenvielfalt. Per Schaf können bedrohte Arten ganz natürlich wieder verbreitet werden. Bei dem Gemeinschaftsprojekt sollen Schäfereien mit ihren Weidetieren wertvolle Standorte in der Region miteinander vernetzen und einen Biotopverbund schaffen, die Schäfereibetriebe sollen zukunftsfähig werden. Außerdem sollen Lammfleisch und Schafskäse besser vermarktet werden. Das Projekt leistet damit zusätzlich einen Beitrag zur Stärkung der ländlichen Region und sorgt für regionale Lebensmittel aus Hessen.

Schaf schafft Landschaft wird mit rund 5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt des BfN und mit 400.000 Euro hessischen Landesmitteln gefördert. In der sechsjährigen Laufzeit bis 2025 wird das Projekt unter der Projektleitung und wissenschaftlichen Begleitung der Fachgebiete Landschafts- und Vegetationsökologie und Betriebswirtschaft der Universität Kassel, dem Werra-Meißner-Kreis und dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land durchgeführt.

Die ausführliche Darstellung des Projekts kann auf den Seiten des BfN gelesen werden: biologischevielfalt.bfn.de.

 

Ein Beitrag von Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

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