Jochen Mayer brennt für Streuobstwiesen

 

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Foto: Jochen Mayer

Als im Jahr 2014 die Fachberater der Landratsämter Böblingen und Konstanz bei Jochen Mayer anfragten, ob er Interesse habe, mit seiner Heimatbrennerei in die Entwicklung eines neuen Streuobstproduktes einzusteigen, war der Nebenerwerbslandwirt Feuer und Flamme. Ein Produkt aus alten Birnensorten in Zusammenarbeit mit anderen leidenschaftlichen Obstbrennern herzustellen, das ist genau sein Ding. Also sagte er der BIRNOH-Gilde (siehe Rubrik „Produkt des Monats) sofort zu. Seither ist er mit Begeisterung dabei, doch Birnoh ist nur ein Teil seiner Produktpalette und seiner Motivation.

Ihm liegt auch der Erhalt der Streuobstwiesen in der Kulturlandschaft des Schönbuchtraufs sehr am Herzen, denn hier arbeitet seine Familie schon seit Generationen im Obstanbau. 85 Jahre Erfahrung stecken in den Produkten, deren Obst Jochen Mayer auf seinen Wiesen am Schönbuchtrauf erntet. Unter den 11 verschiedenen Edelbränden kommen so spannende Sorten wie „Champagner Bratbirnenbrand“ und „Champagner Renette Apfelbrand“ vor. Aber auch frisches Obst wie Süßkirschen, Zwetschgen und Walnüsse je nach Jahreszeit sowie Fruchtsaft im Bag&Box-System bietet Jochen Mayer seinen Kunden auf Regionalmärkten und direkt ab Hof an.

Hauptberuflich ist Mayer Maschinenbautechniker und arbeitet in der Entwicklungsabteilung eines großen Automobilherstellers. Wenn es sich die Kollegen nach Feierabend auf der Couch bequem machen, fängt für ihn der Arbeitstag eigentlich erst an. Dann werden alte Obstbäume beschnitten, junge gepflanzt, Obst und Getreide geerntet, Schnaps gebrannt und Säfte gemostet. Reich wird Mayer dabei höchstens an Erfahrung und an dem guten Gefühl, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt alter Streuobstsorten zu leisten und zur Vielfalt beizutragen.

Viel Freizeit bleibt ihm neben Haupt- und Nebenerwerb nicht, doch lässt er es sich nicht nehmen, wöchentlich durch den Schönbuch zu joggen und sonntags mal das Entringer Wildgehege zu besuchen.

Im Frühjahr, wenn sich seine Streuobstwiesen wieder in ein weißes Blütenmeer verwandelt, dann weiß Jochen Mayer, dass diese Kulturlandschaft in ihrer Schönheit bewahrt werden muss und sich seine Mühe und die viele Arbeit auf jeden Fall lohnt.

Ein Beitrag von Naturpark Schönbuch

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