Naturpark zieht Geld an

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Stimmt das Angebot – dann kommen auch die Gäste. Das BARNIM PANORMA beweißt es! (Foto: Sebastian Heise)

Finanzielle Effekte in zweistelliger Millionenhöhe löst der Naturpark Barnim jährlich für die Region aus. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben wurde.

Die oberste Aufgabe eines Naturparks ist der Naturschutz. Unter ökonomischen Gesichtspunkten wird er kaum betrachtet. Die dwif-Consulting GmbH aus Berlin hat nun vom Land den Auftrag erhalten, sich dieser Frage zu widmen. Sowohl die Ausgaben der öffentlichen Hand als auch privater Unternehmen und nicht zuletzt der Besucher wurden zusammengetragen und ausgewertet. Im Mittelpunkt stand die Frage: “Wie viel Geld landet im Barnim, weil es den Naturpark gibt?”, erläutert Volkswirt Manfred Zeiner. Der Bogen für die Untersuchung war damit weit gespannt. Er beginnt bei den durchschnittlichen Tagesausgaben der Gäste, berücksichtigt die Zahl der Beschäftigten und der Investitionen und reicht bis zum Steuerberater eines Hoteliers. Das Ergebnis für 2012: Insgesamt wurden im Barnim 24,2 Millionen Euro ausgegeben, die ohne den Naturpark nicht in der Region gelandet wären.

Ausgangspunkt für die Studie war eine Gästebefragung (2012 siehe Info-Kasten), als das Barnim-Panorama mit seinem Angebot noch nicht eröffnet war. Eine “konservative” Berechnung ergab, dass allein an sieben Standorten, den bekanntesten “Eingangstoren” zum Naturpark, mit mindestens 602000 Besucher im Jahr zu rechnen sei, so Manfred Zeiner.

Die tatsächliche Zahl könnte um das Zwei- bis Dreifache höher liegen, vermutete Romeo Kappel, Leiter des Forstamtes Pankow. Die Bedeutung des Naturparks für die Region unterstrich Naturparkleiter Peter Gärtner. Nach dem gleichen Muster ermittelte Besucherzahlen ergeben für den Hohen Fläming 370000 und für die Niederlausitzer Heide 260000 Gäste.

Rund 66 Euro lässt ein Übernachtungsgast im Durchschnitt am Tag im Barnim, bei Tagesausflüglern sind es pro Person im Schnitt dagegen lediglich rund zwölf Euro. Beide Gruppen zusammen sorgen so für einen Umsatz von insgesamt 6,7 Millionen Euro, erläutert Manfred Zeiner. Während die einen zwangsläufig den größten Teil für die Übernachtung ausgegeben, lassen Ausflügler ihr meistes Geld in der Gastronomie und im Einzelhandel. Und für Zusatzeinkommen in der Region sorge die Tourismusbranche aber nicht nur bei Bussen, Bahnen und Taxi, sondern bereits im Vorfeld unter anderem bei Werbeagenturen, Banken, Energiewirtschaft, Baubewerbe und Versicherungen. Schließlich profitiere auch der Staat durch Mehrwert- und Einkommenssteuer. Der touristische Einkommensbeitrag für den Bereich des Naturparks wird mit 3,3 Millionen Euro berechnet.

Doch nicht jeder im Barnim ausgegebene Euro bleibt vor Ort. Die Ausgaben der öffentlichen Hand im Jahr 2012 werden mit insgesamt 8,2 Millionen Euro angegeben. Gingen Aufträge beispielsweise an Fremdfirmen, so wurden diese Beträge herausgerechnet. Danach blieben rund 4,7 Millionen Euro in der Region.

Die Studie der dwif benennt weitere Ergebnisse. Da jeder dritte Tagesgast mit Kindern unterwegs sei, sollten diese als Zielgruppe berücksichtigt werden. Jeder zweite Gast kommt mit dem Auto, doch fehle es an Parkplätzen. Jeder vierte Gast ist mit dem Rad unterwegs. Viele von ihnen wünschten sich weitere Verbesserungen im Radwegenetz.

 

Ein Beitrag von Naturpark Barnim

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