Der Naturpark soll aufblühen!

Der weltweite Rückgang von Insekten macht auch vor unserer Region nicht halt. Es sind verschiedene Faktoren, die für den Rückgang von Honig- wie Wildbienen, Schmetterlingen und Co. verantwortlich sind. Ein Aspekt ist, dass unsere heimische Insektenwelt  an ein bestimmtes diverses Arteninventar in der Landschaft angepasst ist, dessen Artenvielfalt jedoch immer mehr abnimmt. Ein ausreichendes Angebot von Blüten und Pollen ist für bestäubende Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst hinein lebensnotwendig: wenn Wildblumenwiesen, blühende Sträucher, Ackerwildkräuter und blühende Gartenstauden jedoch immer weniger werden, leiden  Insekten schlichtweg Hungersnöte.

Fotoarchiv NP SFW Wiesensalbei Der Naturpark soll aufblühen!

Start des Projektes „Blühender Naturpark“

Der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald hat aus diesen Gründen das Projekt „Blühender Naturpark“ initiiert und möchte mit den Naturparkgemeinden und weiteren Akteuren zusammen die blühende Vielfalt in unserer Region erhöhen. Nicht nur Einwohner und Besucher, auch die für uns Menschen so wichtigen Bestäuber und Honigproduzenten sollen im Naturpark ein lebenswertes Umfeld vorfinden.

Bis 2019, dem 40jährigen Jubiläumsjahr des Naturparks, sollen erste Wildblumenwiesen und naturnahe Staudenrabatte auf „Eh da“-Flächen in den Gemeinden zu sehen sein. Z.B. entlang von Rad- und Fußwegen, auf Verkehrsinseln und –kreiseln, an Böschungen oder Grünflächen in Gewerbegebieten. 15 Naturparkkommunen beteiligen sich diesen Herbst an der ersten Phase des Blühenden Naturparks: Michelfeld, Michelbach a.d. Bilz, Großerlach, Sulzbach a.d. Murr, Oppenweiler, Backnang, Althütte, Kaisersbach, Welzheim, Alfdorf, Plüderhausen, Lorch, Berglen, Abtsgmünd und Adelmannsfelden. In einem Bauhoftraining, welches vom Dipl. Biologen Martin Weiß aus Kirchheim/Ries begleitet wird, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Bauhöfe in der Anlage und Pflege von naturnahen, öffentlichen Grünflächen geschult. Ein Schwerpunkt in den insgesamt drei Seminaren liegt auf der Entwicklung von mehrjährigen Beständen aus gebietsheimischen Saatgut – also Saatgut, deren Pflanzen aus einem regionalen Verbreitungsgebiet stammen und somit an die hiesigen Verhältnisse angepasst sind.

Ins Projekt eingebunden werden sollen weiterhin die örtlichen Imkervereine und interessierte Naturschutzorganisationen. Wer mehr über den blühenden Naturpark wissen möchte, kann sich auf der Naturparkgeschäftsstelle melden.

Stellvertretend für alle Insekten im Naturpark möchten wir Sie ermuntern, das Projekt zu unterstützen und bspw. in Ihrem Garten ein „Wildes Eckle“ anzulegen, um das Nahrungsangebot für Wild- und Honigbienen zu erhöhen. Wir freuen uns über Fotos und Berichte von Ihren blühenden Paradiesen!

Ein Beitrag von Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald

Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald

Marktplatz 8
71540 Murrhardt

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  • 07192-213-888

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