Bienen – fleissige Helferinnen in der Landwirtschaft

Erlebnistipp am 18. September 2017

Das Bienenjahr im Naturpark

Landwirtschaftliche und gärtnerische Betriebe profitieren besonders von den fleißigen Damen, nicht umsonst gilt die Honigbiene als drittwichtigstes landwirtschaftliches Nutztier. Ihre hohe Wirksamkeit der Bestäubung ist für die Landwirtschaft unentbehrlich, da sie zu Ertragssteigerungen und zu einer höheren Qualität der Früchte führt. Eine maximale Ernte kann jedoch nur durch eine Vielfalt an Bestäubern, wie Honigbienen, Wildbienen, Käfer, Fliegen und Schmetterlinge, geleistet werden. Eine ertragreiche Landwirtschaft kann ohne Artenvielfalt nicht überleben.

Wer sind die wilden Verwandten von Biene Maja?

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Foto: Wildbiene, VDN Fotoseite, Stefan Klett

Haben Sie schon einmal von der Weißbinden-Schmalbiene (Lasioglossum leucozonium), Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus com-
munis) oder Ackerhummel (Bombus pascuorum) gehört? Diese drei Arten leben auch im Naturpark, sie gehören zu den 570 bisher in Deutschland nachgewiesenen Wildbienenarten. Anders als die Honigbiene sammeln Wildbienen Nektar und Pollen nicht zur
Honigherstellung sondern für die direkte Eigenversorgung und ihren Nachwuchs.

Wildbienen haben eine faszinierende Lebensweise. Die meisten von ihnen leben als Einzelgänger, jedes Weibchen baut sein eigenes Nest und versorgt seine Brut alleine. Einige Wildbienen, wie etwa die Hummeln, sind sozialer eingestellt und leben in Staaten zusammen. Dann gibt es noch die Schmarotzer, sie legen ihre Eier in die Brutzellen nestbauender Arten und werden daher »Kuckucksbienen« genannt.
Wildbienen sind besonders effiziente Bestäuber. Manche Arten befliegen in derselben Zeit das 3 bis 5-fache an Blüten als die Honigbiene. Allerdings nutzen viele Wildbienen ausschließlich den Pollen bestimmter Pflanzenarten, auch, wenn andere Pollenquellen vorhanden sind. Dies sind sogenannte oligolektische Arten. Die Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) etwa ist auf Knautien und Skabiosen spezialisiert. Diese Anpassung an ganz bestimmte Blütenformen macht sie jedoch auch abhängig – verschwindet die Nahrungsgrundlage, kann auch die dazugehörige Wildbiene nicht überleben. In Deutschland sind mittlerweile mehr als die Hälfte der Wildbienenarten in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht – obwohl sie durch die Bundesartenschutzverordnung unter besonderen Schutz gestellt sind.

Ein Beitrag von Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald

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